Buchtipp: „Schreibcamp – Die 28-Tage-Fitness für Ihren Roman“ von Stephan Waldscheidt

Vor wenigen Tagen ist Stephan Waldscheidts neuer Schreibratgeber „Schreibcamp – Die 28-Tage-Fitness für Ihren Roman“ als Kindle-Version bei Amazon erschienen.

Ich hatte die Gelegenheit, bereits ein paar Tage früher ein Rezensionsexemplar seines neuen Buchs in die Finger zu bekommen und kann vorab schon soviel sagen: Es lohnt sich!

Dem einen oder anderen dürfte das „Schreibcamp“ von Stephan Waldscheidt in etwas anderer Form noch aus seinem Schriftzeit-Blog bekannt sein. Hier veröffentlichte er im April und Mai 2013 das „Schriftzeit-Trainingscamp“ mit 28 Übungen, die ganz gezielt alle wichtigen Muskelpartien Ihres Romans aufbauen sollten.

Sie brauchen jetzt aber gar nicht erst im Schriftzeit-Blog nach diesen Übungen zu suchen, denn wie Stephan Waldscheidt damals schon angekündigt hatte, wurden die Trainings-Lektionen dort nur vorübergehend veröffentlicht und kurz nach dem Ende seines „Schriftzeit-Trainingscamps 2013“ wieder offline genommen.

Doch selbst wer die ursprünglichen Blogposts bereits kennt, sollte bei Waldscheidts neuem „Schreibcamp“-Ratgeber unbedingt zugreifen. Denn während die Aufgaben in den damaligen Blogposts sehr kurz und knapp formuliert waren (meist maximal eine Handvoll Sätze pro Tag), hat Stephan Waldscheidt die Zeit seit Mai genutzt, sein „Schreibcamp“ zu einem Buch von runden 70 Seiten auszubauen.

Auch wenn die Quintessenz natürlich immer noch dieselbe ist, macht der wesentlich erweiterte Umfang in der Praxis dennoch einen gewaltigen Unterschied – ungefähr denselben wie zwischen der knappen Anweisung „Fahren Sie von Kiel nach Nürnberg“ und einer detaillierten Routenbeschreibung mit allen Kreuzungen und Abfahrten.

In den 28 Tagen (bzw. 28 Kapiteln) des Schreibcamps nimmt Stephan Waldscheidt sich der Reihe nach alle wichtigen „Muskelpartien“ Ihres Romans vor: vom starken Anfang über Dialoge, Plot, Charaktere, Suspense, Konflikte, Emotionen etc. bis hin zu einem ebenso starken und befriedigenden Ende.

Darüber hinaus ist das „Schreibcamp“, wie man es von Waldscheidt gewohnt ist, sehr unterhaltsam und amüsant geschrieben. Selbst wenn man zur Zeit keinen Roman in Arbeit hat, den man mit den Übungen aus dem „Schreibcamp“ auf Vordermann bringen will und vielleicht nicht einmal vorhat, in nächster Zeit einen Roman zu schreiben, ist Waldscheidts Buch auch für „reine Leser“, die einfach mal wissen wollen, wie ein Roman funktioniert, als unterhaltsame Lektüre sehr empfehlenswert.

Das „Schreibcamp“ ist für mich wieder mal eines jener Bücher, die in das virtuelle Bücherregal jedes ambitionierten Schriftstellers gehören. In diesem Sinne: Greifen Sie zu!