Einfachere Überarbeitung dank Repetition Detector

Beim Stöbern im Netz bin ich kürzlich auf ein sehr interessantes Tool für Schriftsteller gestoßen: den „Repetition Detector“.

Dabei handelt es sich um ein kleines Programm, in das Sie Ihre Manuskripte einfügen und dort auf zu häufige Wiederholungen untersuchen können. Jeder von uns hat ja so seine Lieblingsbegriffe, die er öfter einsetzt, als es manchem Text gut tut. Der Repetition Detector spürt diese auf und führt sie uns durch farbliche Hervorhebung und eine Rangliste der häufigsten Begriffe vor Augen.

Screenshot Repetition Detector

Anfangs war ich etwas skeptisch, als ich sah, dass das Programm nur auf englisch erhältlich ist und über keine Option verfügt, die Sprache des zu prüfenden Textes festzulegen. Wie sollte das zu der Aussage auf der Homepage der Entwickler passen, dass der Repetition Detector mit einem Dutzend europäischer Sprachen (u.a. auch Deutsch) kompatibel ist?

Beim Testen des Programms stellte sich jedoch heraus, dass meine Bedenken unbegründet waren. Über die Optionen am linken Bildschirmrand lässt sich der Repetition Detector sehr gut an die eigenen Präferenzen einstellen.

So kann man festlegen, wieviele Buchstaben (vom Wortanfang aus gerechnet) zwei Wörter gemeinsam haben müssen, damit sie als ähnliche/verwandte Wörter gerechnet werden. Bei der Voreinstellung von vier Buchstaben werden z.B. generieren, generell und General als ähnlich und damit als potentielle Wiederholung betrachtet. Ändert man diesen Wert auf sechs Buchstaben, hat man dieses Problem nicht mehr.

Genauso können Sie definieren, wie weit zwei gleiche Wörter voneinander entfernt stehen müssen, damit diese nicht mehr als „nahe Wiederholung“ gewertet werden oder wie häufig ein Wort innerhalb einer größeren Passage vorkommen muss, um als „entfernte Wiederholung“ markiert zu werden.

Sie können auch Ihre persönlichen „Lieblingswörter“ eintragen, von denen Sie wissen, dass Sie diese viel zu häufig einsetzen, und gezielt danach suchen. Auch die Suche nach ganzen Formulierungen ist so möglich.

Zusätzlich erhalten Sie am rechten Bildschirmrand eine Statistik Ihrer hundert am häufigsten verwendeten Wörter. Wörter mit weniger als 4 Buchstaben (z.B. der, die, das, ich, er, sie, ist, war…) werden bei dieser Analyse automatisch ausgeklammert und auch nicht als Wiederholung gewertet.

Auch wenn natürlich nicht jede gefundene Wiederholung ausgemerzt werden sollte, sind die Ergebnisse des „Repetition Detector“ dennoch sehr aufschlussreich. Es ist besser, sich bewusst für eine Wiederholung zu entscheiden als diese zu überlesen, da man hier seinen persönlichen blinden Fleck hat.

Der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen würde, ist die fehlende Möglichkeit, die Schriftart und Schriftgröße der Benutzeroberfläche anzupassen. Während die Schrift im Textfenster mit STRG+Mausrad vergrößert werden kann, wirkt die für die Benutzeroberfläche verwendete Schriftart gerade bei sehr hohen Bildschirmauflösungen ziemlich klein. Abgesehen davon ist den Entwicklern mit dem „Repetition Detector“ jedoch ein sehr vielseitiges und nützliches Tool gelungen, das ich jedem Schriftsteller nur empfehlen kann.

Sie finden das Programm unter http://www.repetition-detector.com. Dort können Sie kostenlos eine Testversion herunterladen, die Sie 30 Tage lang ohne Einschränkungen verwenden können.

Die Vollversion des Programms kostet übrigens lediglich 7,40 Dollar, also ungefähr 6,60 €. Für ein so nützliches Tool ist das ein sehr günstiger Preis und eine durchaus lohnende Sache. Schauen Sie sich den Repetition Detector einfach mal an.  Ich bin sicher, dass Sie ihn auch nützlich finden werden.


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Ein Gedanke zu „Einfachere Überarbeitung dank Repetition Detector

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