Schriftarten – eine Frage des Ausdrucks

Wenn man wie die meisten Autoren seine Bücher und Texte am PC schreibt, wird man automatisch mit ihnen konfrontiert: Schriftarten. Ob man nun in Microsoft Word, Papyrus, Scrivener, SoftMaker Office oder einem beliebigen anderen Schreibprogramm schreibt – stets ist die Schriftart die optische Repräsenation des geschriebenen Worts am Bildschirm.

Oft neigen wir dazu, Schriftarten am Bildschirm als rein optisches Element anzusehen, das für den eigentlichen Text eine eher untergeordnete Bedeutung hat, ähnlich wie die Hintergrundfarbe des Bildschirs oder unser Fensterlayout auf dem Desktop.

Schließlich verliert die Schriftart an Bedeutung, sobald wir unser fertiges Werk in elektronischer Form publizieren. Denn ebenso wie wir bei Webseiten und Blogs (jedenfalls, solange wir nicht aufwändig zusätzliche Schriftarten in unsere Webseite einbetten) auf die Standardschriftarten angewiesen sind, die jeder Rechner und jedes Tablet sauber darstellen kann, wird auch bei eBooks im Kindle-Format oder ePub-Format die Schriftart erst vom Leser an seinem Gerät ausgewählt. Eine feste Schriftart in ein eBook einzubetten oder gar zu erzwingen, gilt als schwerer Lapsus.

Doch das sieht schon ganz anders aus, sobald wir unsere Texte in gedruckter Form oder auch nur als PDF veröffentlichen wollen. Denn hier spielen Schriftarten noch immer dieselbe wichtige Rolle wie seit jeher.

Oder nehmen wir auch nur das Coverdesign für ein eBook. Auch hier brauchen wir eine passende Schriftart für den Buchtitel und den Autorennamen.

Doch welche Schriftart sollte man nehmen – und vor allem: woher?

Die Standard-Schriftarten, die mit dem Betriebssystem oder vielleicht dem Office-Paket mitgeliefert wurden, sind so verbreitet, dass sie schon langweilig wirken und keinen Wiedererkennungswert mehr haben. Und für die Schriftzüge auf Buchcovern, Werbebannern o.ä. sind sie von wenigen Ausnahmen abgesehen schon gar nicht geeignet, da man hier ganz anders aufgebaute Schriftarten benötigt als jene, die für die Verwendung im eigentlichen Text gedacht sind. Wer schon einmal ein Buchcover gesehen hat, auf dem die Schriftzüge in Times New Roman oder Arial gehalten wurden, weiß, wie sehr so etwas „Amateur“ schreit.

Natürlich gibt es tausende kostenloser Schriftarten im Web – teils legal, teils illegal und teils in einer nur schwer durchschaubaren Grauzone.

Zunächst einmal ist es so, dass die meisten der auf den diversen Font-Seiten kostenlos verfügbaren Schriftarten nicht von professionellen Designern stammen, sondern von Hobbydesignern. Das führt allerdings mit Pech dazu, dass solche Schriftarten im Textblock kein so sauberes und gut lesbares Schriftbild ergeben wie kommerziellelle Profi-Schriftarten.

Viele Schriftarten sind zudem zwar kostenlos verfügbar, aber ausschließlich für den privaten Gebrauch, nicht jedoch für kommerziellen Einsatz. Wenn Sie mit einer solchen Schriftart also eine schicke Einladung für Ihre Geburtstagsparty drucken wollen, sind Sie auf der sicheren Seite. Doch die Verwendung in einem Buch oder eBook ist ganz klar kommerziell und kann einen, wenn man nicht sehr genau die Nutzungsbedingungen jeder einzelnen Schriftart prüft, rasch in rechtliche Schwierigkeiten bringen.

Natürlich gibt es auch Seiten wie Fontsquirrel.com, die ausschließlich Schriftarten anbieten, die auch für den kommerziellen Gebrauch freigegeben sind. Doch auch hier lauern Probleme.

Denn ganz abgesehen von der Qualität sind viele der Schriftarten, die Sie im Internet finden, für unseren Gebrauch ungeeignet: Da die meisten dieser Schriftarten aus dem amerikanischen Sprachraum stammen, fehlen hier oft die Zeichen für Umlaute oder das Eurozeichen. Ganz zu schweigen davon, dass diese Schriftarten oft nur in einer Variante vorliegen und die üblichen Formatierungsoptionen wie fett oder kursiv somit nicht unterstützen.

Bei der Suche nach einer gut aussehenden, kommerziell verwendbaren Schriftart mit vollständigem europäischem Zeichensatz kann man also schnell etliche Stunden verpulvern, die man eigentlich viel lieber ins Schreiben investieren würde.

Kommerzielle Schriftarten sind daher in den meisten Fällen die bessere Lösung. Doch auch hier stellt man schnell fest, dass bereits eine einzige Schriftart schnell zwischen 30 und 60 Euro kosten kann. Das ist den meisten von uns aus gutem Grund deutlich zu teuer.

Eine gute und pragmatische Alternative hierzu bietet die Schriftartensammlung „MegaFont NEXT“ von SoftMaker, den Entwicklern des bekannten SoftMaker Office. Für gerade mal 39,95 € erhält man hier stolze 5.000 kommerziell nutzbare Profi-Schriftarten im TrueType-Format. Auch wenn bei einer solchen Sammlung natürlich niemals alles den eigenen Geschmack trifft, dürfte hier dennoch für jeden Zweck die passende Schriftart dabei sein.

Auch wenn der Preis von 39,95 € verglichen mit den kostenlosen Fonts aus dem Internet im ersten Moment wie eine unnötige Ausgabe erscheinen mag, erkennt man bei genauerer Betrachtung schnell, dass eine solche Anschaffung sich für jeden Indie-Autor rechnet.

Natürlich kann man nicht einfach die knapp 40 Euro durch 5.000 Schriften teilen und mit Statistiker-Logik sagen, dass jede Schriftart so nur noch weniger als einen Cent kostet. Das wäre natürlich blanker Unfug, da die meisten von uns in der Praxis bestenfalls ein paar Dutzend der enthaltenen Schriftarten tatsächlich verwenden werden.

Der Vorteil liegt neben den gesparten Kosten für den Kauf einzelner Fonts im Komfort, der Zeitersparnis und dem Qualitätsgewinn. Mit dem komfortablen Schriften-Installer auf der DVD finden Sie innerhalb von Minuten die passende Schrift für jeden Zweck, statt wie bisher stundenlang auf den Font-Seiten die Spreu vom Weizen zu trennen, auf den ersten Blick interessant wirkende Schriftarten zu installieren und dann doch feststellen zu müssen, dass wichtige Zeichen fehlen oder die Qualität nicht stimmt.

Auch die lästige Prüfung der Nutzungsbedingungen für jede einzelne Schriftart hat sich mit dieser Sammlung erledigt, da die Schriftarten aus der MegaFont-Sammlung sogar in PDF-Dokumente eingebettet werden dürfen, was leider keine Selbstverständlichkeit ist.

Ob Sie also die passende Schriftart für Ihr neues Buchcover, für den Textblock Ihrer nächsten Print-on-Demand-Veröffentlichung oder für ein eBook im PDF-Format suchen – mit MegaFonts dürften Sie rasch fündig werden.

Von meiner Seite gibt es daher für diese Schriftarten-Sammlung eine ganz klare Kaufempfehlung. Sie finden das „MegaFont Next“-Paket unter http://www.softmaker.de/megafont.htm.


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