Buchmarketing: Zäumen Sie das Pferd nicht von hinten auf

Ein Buch zu schreiben, ist eine Sache – das fertige Buch anschließend zu veröffentlichen und zu verkaufen eine andere.

Gut, das Veröffentlichen ist dank Print-on-Demand und dem Vormarsch der eBooks so einfach und günstig wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit – doch allein die Tatsache, dass das eigene Buch bei Amazon und anderen Online-Buchhändlern erhältlich ist, bedeutet leider noch lange nicht, dass es sich in der Praxis auch verkauft.

Spätestens wenn das Buch, in das man hunderte Stunden Arbeit und vielleicht auch noch einiges an Geld für Lektorat, Korrektorat und Coverdesign investiert hat, sich außerhalb des engeren Familien- und Freundeskreises kaum oder gar nicht verkauft, kommt man als Schriftsteller ins Grübeln: was könnte man unternehmen, um die spärlichen Verkäufe anzukurbeln? Das ist dann meistens der Moment, in dem der Preis stufenweise bis auf 99 Cent gesenkt wird und der Autor versucht, durch immer häufiger eingestreute Gratis-Aktionen doch noch ein paar neue Leser für sein Buch zu gewinnen.

Doch der beste Zeitpunkt, über das zukünftige Marketing für ein Buch nachzudenken, ist nicht nach der Veröffentlichung, sondern lange vorher – schon bevor man auch nur das erste Wort geschrieben hat.

Fakt ist: die beste Methode, einen Bestseller zu produzieren, ist nicht, zuerst ein Buch zu schreiben und dann nach Käufern für dieses Buch zu suchen. Ein deutlich erfolgversprechenderer Weg ist, zuerst zu überlegen, was für ein Buch so interessant für die eigene Zielgruppe wäre, dass es sich fast von alleine verkaufen würde – und dann genau dieses Buch zu schreiben.

Das klingt jetzt vielleicht übertrieben vereinfacht. Wenn es so einfach wäre, würden Verlage doch fast nur noch Bestseller veröffentlichen – oder etwa nicht? Aber während Verlage “nur” aus den Manuskripten auswählen können, die sie von Autoren geschickt bekommen haben, haben Sie als Autor absolute Freiheit dabei, “das” Buch für Ihre Zielgruppe zu entwerfen, das genau dem Geschmack der Leser entsprechen dürfte.

Damit meine ich natürlich nicht, dass Sie zukünftig nicht mehr das schreiben sollen, was Ihnen gefällt, sondern “dem Markt” hinterher hecheln sollen. Das wäre kein Rezept für Erfolg, sondern eher ein sicheres Rezept für Unzufriedenheit. Denn selbst wenn Sie mit dem Schreiben von Büchern Erfolg hätten, die Ihnen selbst nicht gefallen, wäre es doch ein trostloses Schicksal, wenn Ihre Leser zukünftig noch mehr solche Bücher von Ihnen verlangen würden.

Ich rede also definitiv nicht davon, dass Sie sich plötzlich Vampirromanzen oder dystopische Jugendromane aus den Fingern wringen sollen, nur weil diese sich scheinbar momentan gut verkaufen, statt epische Fantasy-Romane oder knallharte Thriller zu schreiben, an denen Ihr Herz hängt. Sie sollten lediglich versuchen, sich bei der Planung und Auswahl Ihrer zukünftigen Buchprojekte an der Schnittmenge zwischen Ihrem persönlichen Geschmack und dem Ihrer Zielgruppe zu orientieren.

Selbstverständlich können Sie auch ohne Rücksicht darauf, ob es eine Leserschaft dafür gibt, die Bücher schreiben, die Sie gerne schreiben möchten. Vielleicht landen Sie damit ja einen Überraschungserfolg. Doch falls nicht, sollten Sie sich stets daran erinnern, dass es Ihre Entscheidung war. Nicht zwangsläufig eine schlechte Entscheidung – schließlich braucht man als Autor nicht nur “kommerzielle” Projekte, sondern auch solche, an denen unser Herzblut hängt und die wir selbst dann schreiben würden, wenn wir von vornherein wüssten, dass wir niemals auch nur ein einziges Exemplar dieses Buchs verkaufen werden. Doch bei jenen Büchern, die wir in erster Linie für uns selbst schreiben, sollten wir uns klar machen, dass wir diese (egal, wie gut sie geschrieben sind) selbst mit dem besten Marketing vermutlich niemals in einen Bestseller verwandeln können.

Wenn Sie jedoch zwar Ihrem Genre (also beispielsweise “Fantasy”, “Thriller”, “Romantik” oder “Science-Fiction”) treu bleiben wollen, aber dennoch innerhalb dieses Genres ganz gezielt Romane mit Marktpotential schreiben wollen, sollten Sie zuerst studieren, was Ihre Leser wirklich wollen. Denn allein dieses Wissen verbessert schon enorm Ihre Chancen, mit Ihrem nächsten Buch einen Erfolg zu landen.

Phase 1: Das richtige Sub-Genre

Die erste Phase der Marktrecherche ist die Prüfung, ob das Genre, in dem man seinen Roman schreiben will, wirklich lohnend ist. Meist gibt es innerhalb eines Haupt-Genres (wie z.B. Fantasy, Science-Fiction oder Thriller) mehrere Sub-Genres, die einem gleichermaßen gefallen und bei denen man sich vorstellen könnte, darin einen Roman zu schreiben. Wenn Sie beispielsweise Fantasy schreiben, könnten durchaus mehrere Sub-Genres wie Low Fantasy, Dark Fantasy oder Epic Fantasy für Sie in Frage kommen – vielleicht sogar etwas ungewöhnlichere Sub-Genres wie Urban Fantasy oder Steampunk.

Schauen Sie sich zunächst die Bestseller-Listen für das jeweilige Sub-Genre bei Amazon an. Hier müssen Sie sich nicht unbedingt auf die deutschen Kindle-Charts beschränken, sondern in vielen Fällen ist es sogar sinnvoller, auf Amazon.com einen Blick in die amerikanischen Charts zu werfen. Der amerikanische Buchmarkt ist größer und demzufolge auch aussagekräftiger, und da der deutsche Buchmarkt sich, was den Geschmack der Leser angeht, nicht allzusehr vom amerikanischen unterscheidet, kann man hieraus schon recht gute Rückschlüsse auf das Marktpotential eines Romans schließen, der in diesem (Sub-)Genre angesiedelt ist.

Um die aktuell am besten verkauften Titel eines bestimmten Sub-Genres zu sehen, klicken Sie sich über die Seitenleiste am linken Bildschirmrand innerhalb der Kindle-Bücher bis zum gewünschten Sub-Genre vor (z.B. “Dark Fantasy“). Da die standardmäßige Sortierung “Featured” nicht immer identisch mit dem Verkaufsrang ist, sollten Sie nun erst einmal nach Erscheinungsdatum sortieren und anschließend in der URL die Endung “&sort=date-desc-rank” durch “&sort=+salesrank” ersetzen. Legen Sie sich die so erzeugte URL als Lesezeichen ab, damit Sie zukünftig die aktuellen Charts dieses Sub-Genres jederzeit per Knopfdruck abrufen können.

Schauen Sie sich nun die Verkaufsränge der Top-20-Titel des jeweiligen Sub-Genres an und notieren Sie sich diese in einer Excel-Tabelle. Je niedriger die Zahl, desto mehr Exemplare dieses Buchs werden pro Tag verkauft. Bilden Sie den Mittelwert und notieren Sie sich auch die höchste und die niedrigste Platzierung (Platz 1 und Platz 20).

Dieses Spielchen wiederholen Sie für alle in Frage kommenden Sub-Gemres. Anschließend haben Sie schon mal einen recht guten Überblick darüber, welches der Sub-Genres sich am besten verkauft und welche eher auf niedrigen Verkaufszahlen vor sich in dümpeln.

Phase 2: Genre-Analyse

Im zweiten Schritt schauen Sie sich die Bücher genauer an, die es in die Top-20 des Genres geschafft haben. Achten Sie dabei zunächst auf die Buchcover, die Buchtitel und die Buchbeschreibung – die drei Elemente, die einen potentiellen Leser dazu bringen, dass er entweder ins Buch hinein blättert oder es sogar direkt bestellt.

Legen Sie sich hier eine regelrechte Datenbank mit erfolgreichen Titeln an, die Sie im Laufe der nächsten Monate immer weiter ausbauen, indem Sie sich regelmäßig die Charts dieses Sub-Genres im Auge behalten.

Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Analyse besonderen auf Bücher von Indie-Autoren, die es an die Spitze (bzw. in die Top-20 ) des jeweiligen Genres geschafft haben. Diese Bücher hatten keinen Verlag mit einem großen Werbebudget im Rücken, sondern wurden von den Autoren selbst vermarktet. Ihr Erfolg kommt durch eine Mischung aus Qualität, einer gelungenen Kombination aus Covermotiv, Buchtitel und Buchbeschreibung und (last, not least) die Marketingbemühungen des Autors – alles Dinge, die Sie als Indie-Autor theoretisch replizieren können.

Kaufen Sie sich ruhig die Bücher, die Ihnen bei dieser Recherche besonders ins Auge springen und bei denen Sie nach dem Lesen des Werbetextes den Eindruck hatten: “Das muss ich lesen!”. Damit unterstützen Sie nicht nur die gute Arbeit dieser Autoren, sondern Sie behalten gleichzeitig auch noch den Finger am Puls Ihres Genres. Je mehr Sie die Bücher lesen, die in Ihrem Sub-Genre momentan besonders beliebt sind, desto mehr bekommen Sie ein Gespür für den Geschmack der Leser.

Analysieren Sie die Gemeinsamkeiten, die viele erfolgreiche Bücher des Genres haben. Gibt es bestimmte “Tropes” (ich würde hier nicht von Klischees sprechen), die in vielen Büchern auftauchen? Je häufiger eines dieser Elemente in den kommerziell erfolgreichen Büchern Ihres Genres vorkommt, desto eher sollten Sie in Erwägung ziehen, dieses Element in ähnlicher Form auch in Ihrem nächsten Roman einzubauen oder eine Ihrer bestehenden Handlungsideen damit aufzupeppen.

Diese Art der Planung bedeutet nicht, dass man anschließend schablonenhafte Massenware ohne individuellen Charakter schreibt. Überlegen Sie, wie viele völlig unterschiedliche Rezepte aus denselben Basis-Zutaten bestehen, die sich in jeder Küche finden, und wie viele Motive sich aus der Handvoll simpler Steine des Tangram legen lassen.

Wenn Sie es selbst einmal versuchen, werden Sie vermutlich feststellen, dass diese Art der Planung Sie nicht etwa in Ihrer Kreativität einschränkt, sondern Sie ganz im Gegenteil zu völlig neuen Ideen beflügelt, auf die Sie sonst vielleicht niemals gekommen wären.


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Patchwork-Tutorial: Recherche, Teil 2: Internetrecherche

 Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkWährend wir uns bei unserem ersten Recherche-Tutorial grob mit der Thematik Recherche in Patchwork beschäftigt haben, geht es nun in die Tiefe. Genauer: in die Recherche im Internet und das Sammeln der dort gefundenen Informationen.

Die bekannten Speichermöglichkeiten

Wie speichert man Informationen aus dem Internet? Dafür gibt es drei gängige Methoden:

  1. Seite als HTML-Seite speichern
    Diese Variante ist die umständlichste: Die Seite selbst wird als reine HTML-Seite gespeichert. Für Bilder wird am Speicherort ein eigener Ordner angelegt, worin diese abgelegt werden. Umständlich und unhandlich.
  2. Seite als MHT-Datei speichern
    Voraussetzung ist die Installation von Plug-ins in dem jeweiligen Browser. Diese Möglichkeit ist bereits fortschrittlicher, da der HTML-Inhalt inklusive der Bilder in einer einzigen Datei gesichert wird. Nachteil: Sämtliche Menüs, Werbebanner und weitere unnötige Informationen werden ebenfalls mitgenommen; das kann oft ein Vielfaches der gewünschten Recherchedaten ausmachen. Einen weiteren Nachteil entdeckt man darin, dass man einen Browser braucht, um die Datei anzuzeigen. Das wiederum bedeutet Ladezeit.
  3. Seite als PDF-Datei speichern
    Das scheint auf den ersten Blick ideal zu sein. Wer es schon gemacht hat, wird aber die Tücken bereits kennengelernt haben. Abgesehen von demselben Effekt wie bei den beiden anderen Varianten – man hat keine Wahl, was man übernimmt, also ist alles dabei – kommt noch unangenehm dazu, dass sich mitunter entweder der gewollte Text seitenlang als schmaler, schwer lesbarer Streifen hinzieht, flankiert von Unmengen an Unnützem; oder dass ein Teil des Texts einfach abgeschnitten wird.

Patchworks Speicherlösung von Internet-Inhalten

Patchwork geht einen anderen Weg: Man wählt aus, was man möchte und setzt sich so mit wenigen Mausklicks einen individuellen Rechercheartikel zusammen. Zusatzbonus: spätere Volltextsuche.

Screenshot PatchworkVorgehensweise

Man sucht links im Organisationsbaum der Konzeptarbeit (brauner Koffer, projektbezogen) oder Allgemeinen Recherche (grüner Koffer, projektunabhängig) den Bereich, in dem man den zukünftigen Beitrag ablegen möchte. Eventuell muss man einen neuen Bereich schaffen. Man markiert also den Bereich, indem man einfach drarauf klickt.

Nun wählt man auf der Internetseite den gewünschten Ausschnitt mit der Maus aus – inklusive eventueller Bilder – speichert ihn in die Zwischenablage ([Strg+c] oder über das Kontextmenü) und klickt auf die Schaltfläche (1). Damit wird in dem links markierten Bereich des Organisationsbaums ein neuer Artikel angelegt (2) (in unserem konkreten Fall war vorher ‘Mensch und Natur’ markiert). Patchwork stellt nun zwei Fragen:

  1. Will man die erste Zeile aus dem markierten Ausschnitt der Internetseite als Titel für den neuen Beitrag nehmen (2)? Wenn man bei der Auswahl des Texts auf der Internetseite bereits darauf geachtet hat, als ersten Absatz einen Überschriftsabsatz am Beginn auszuwählen, gibt es danach nichts mehr zu tippen.
  2. Soll die Internetadresse der Site zu dem Beitrag eingetragen werden (3)? Damit kann man später mit einem Mausklick zum Original gelangen

Nun ist der erste Teil bis zur rot gepunkteten Linie (4) übernommen.

Nicht selten will man aber weitere Bereiche einer Seite in denselben Artikel übernehmen. Dafür markiert man auf der Internetseite einen weiteren Ausschnitt, ebenfalls inklusive eventueller Bilder, kopiert ihn abermals in die Zwischenablage und klickt nun mit gedrückter [Strg]-Taste wieder auf die Schaltfläche (1). Damit wird der neue Text samt Bildern an den vorhandenen angehängt. Auf diese Weise kann man bei manchen Seiten einen eleganten Slalom zwischen all den Werbeinformationen laufen und sich die wirklichen Infos herauspicken.

Zwischen bestehendem und neuem Text werden automatisch sechs Striche (- – – – – -) eingefügt, die das Ende dieses Abschnitts markieren. Gleichzeitig dienen sie als Marker für einen neuen, eventuell folgenden Teil. Dieser Marker (6) ist es, der die Aufnahme der ihm folgenden Zeile in ein Inhaltsverzeichnis des Artikels auslöst. Das kann man später über die Schaltfläche (5) öffnen. Es handelt sich dabei um ein Sprungmenü; klickt man auf einen der Menüpunkte, springt Patchwork zu dem dazugehörenden Abschnitt.

Man kann also einen längeren Artikel mit dem Striche-Marker ganz einfach in mehrer Teile gliedern, die dann handlich über ein Menü erreicht werden.

Beiträge gliedern

Diese Absatzmarker kann man auch nachträglich einfügen, theoretisch auch manuell, aber besser mit der Schaltfläche (7). Dabei sollte man Folgendes beachten:

  • Der Ort, an dem man den Marker setzen lässt, sollte ausschließlich der Beginn eines Absatzes sein – also nicht irgendwo mitten im Text auf die Schaltfläche (7) klicken.
  • Mit Klick auf die Schaltfläche (7) wird man zur Eingabe einer Überschrift aufgefordert. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
    • Der darunterstehende Absatz ist ein längerer Text. In diesem Fall gibt man eine kurze Überschrift ein. Diese wird dann als fetter Überschrifts-Absatz unter dem Trenner, aber über dem folgenden Text eingefügt
    • Der darunterstehende Absatz ist bereits die neue Überschrift. Dann gibt man keinen Text ein und klickt bei leerem Eingabefeld auf [Ok]. Damit wird dieser folgende Absatz fett als Überschrift formatiert
  • Die Zusammenstellung des Überschriftenmenüs (5) erfolgt automatisch bei jeder Textänderung eines Beitrags, die mit dem Trenner (- – – – – -) zusammenhängt. Man kann also, wie bereits gesagt, Trenner auch manuell erfassen oder entfernen.
  • Die Überschriften in dem automatisch aufgrund der Trenner generierten Menüs entstammen immer dem Absatz, der dem Trenner folgt. Deshalb sollte man den Überschriftentext immer möglichst kurz halten.

Bilder

Bilder in der Web-Recherche werden gleich behandelt wie Bilder im Text eines Werks selbst: Mit der rechten Maustaste auf ein Bild geklickt, gelangt man in ein Fenster, in dem man diverse Parameter einstellen kann. Erwähnenswert der Wert ‘Relative Breite’. Dabei handelt es sich um einen Prozentsatz, der die relative Breite des Bildes im Vergleich zur aktuellen Breite des Texts steuert. Sobald man die Textbreite ändert, werden sämtliche Bilder diesem Prozentsatz gemäß angepasst.

Manchmal ist es sinnvoll, ein Bild auf die gesamte Textbreite auszudehnen, zum Beispiel wegen darunter stehender Untertitel, die eben darunter, aber nicht daneben stehen sollen. Um nicht via Kontextmenü die Bildparameter umstellen zu müssen, kann man mit gedrückten [Strg+Shift]-Tasten auf das Bild klicken. Damit wird es auf die volle Breite ausgedehnt.

Volltextsuche

Sämtliche Webrecherche-Artikel, TXT-, RTF, sowie PDF-Dateien werden bei der Aufnahme in die Recherche auch gleich in die Volltext-Datenbank übernommen. Das bedeutet eine Suchmöglichkeit nach allen Begriffen im Text, exklusive rund 2000 häufiger und irrelevanter Wörter wie zum Beispiel die, der, das, ein, in, auf usw.

Diese Suche (8) kann über die Schaltfläche (9) oder [F2] eingeleitet werden. Dort Eingabe des Suchbegriffs und 2x [Enter] oder auf [finden] klicken.

Die Suche kann auf ganze Wörter eingeschränkt werden (10) (das wäre hier dann: ‘Kohle’ aber nicht ‘Kohlehafen’) und man kann dann im gefundenen Dokument mit den Schaltflächen (11) zwischen den Fundstellen navigieren.

(12) Zeigt an, wo zu der Fundzeile die Treffer sind: links in der Überschrift (wie hier), unten im eigentlichen Artikel oder im zu einem Artikel möglichen Infotext. Letzteres wird hauptsächlich bei Bildern bzw. andern Nicht-Text-Elementen der Fall sein.

Chronologie

Mit dem Knopf (13) kann die Spalte sichtbar gemacht werden, die das Erstellungsdatum des jeweiligen Beitrags enthält (Datum rechts neben dem Beitragstitel).

Detaillierter ist die Historie zur Nutzung der Beiträge. Hier wird chronologisch mitprotokolliert, wann ein Beitrag erstellt, geändert oder erweitert wurde.

So, nun steht der Anlage einer effizienten Bibliothek mit recherchiertem Material nichts mehr im Weg.

Es wird noch einen weiteren Artikel zum Thema Recherche geben. In dem sprechen wir dann darüber, wie man Daten in der Recherche mit Szenen, aber auch dem Kreativboard verbinden kann, um schnell aus diesen Orten heraus darauf zugreifen zu können. Aber das ist eine andere Geschichte.

Link zum Video

Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Recherche

 Gastartikel von Martin DaneschPatchwork

Das Sammeln und Ordnen von Informationen, die wir zum Schreiben unserer Werke benötigen, ist eine qualifizierte und umfangreiche Herausforderung.

Bei Patchwork gibt es zu diesem Thema mehrere Speicherorte:

  1. Die Szenen
    Bei jeder Szene können alle als Dateien und Links verfügbaren Informationen gespeichert werden. Diese stehen automatisch den untergeordneten Szenen ebenfalls zur Verfügung.
  2. Requisiten
    Bei Figuren, Schauplätzen und Gegenständen kann man ebenfalls Informationen in Form von Texten und Bildern abspeichern. Zudem gibt es die Möglichkeit in die beiden großen Recherchepools zu verlinken.
  3. Konzeptarbeit (Werkzeugleiste: der braune Koffer)
    Dabei handelt es sich um einen Pool, in dem man sämtliche Informationen zum aktuellen Projekt sammeln kann. Um Übersicht zu bewahren, kann man diese Informationen in beliebig viele, beliebig gestaffelte Ordner organisieren.
  4. Allgemeine Recherche (Werkzeugleiste: der blaue Koffer)
    Dieser noch bedeutend größere Pool ist von Optik und Bedienung her ident mit der Konzeptarbeit. Der Unterschied: Die Allgemeine Recherche ist projektunabhängig. Hier speichere ich zum Beispiel einfach alles, was mir über den Weg läuft und ich eventuell einmal zum Schreiben brauchen könnte.

In diesem Tutorial geht es um diese zwei großen Recherchepools ›Konzeptarbeit‹ und ›Allgemeine Recherche‹.

Screenshot PatchworkMit (1) erzeugt man neue Themenzweige (2) wie hier › Hashima‹. Diese lassen sich beliebig in die Tiefe nach rechts organisieren. Mit den drei Schaltflächen (4) kann man den Zweigen Elemente (3) hinzufügen: Texte, Bilder und beliebige Dateien. Einfacher ist es aber meistens, diese direkt mit der Maus aus dem Browser oder vom Desktop auf einen Zweig zu ziehen.

Rechts unten (5) werden die jeweiligen Daten (also Text, Bilder oder andere Dateien, die sich anzeigen lassen) dargestellt, darüber ist Platz, um Text dazu zu erfassen. Unten können Bilder der Typen jpg, png, gif und bmp direkt dargestellt werden. Weiters PDF-Dateien, mht-Dateien (gespeicherte komplette Internetseiten) und eBooks der Typen epub und mobi. So kann man die allgemeine Recherche zum Beispiel auch als eBook-Bibliothek verwenden.

Ideal ist es, wenn man für Internetlinks so vorgeht, dass man zuerst ein Bild zum Thema in den passenden Themenast zieht, um beim späteren Suchen eine schnelle optische Information zu bekommen. Dann kann man sich Textstellen aus der Seite in den oberen Textbereich (6) ziehen. Schließlich zieht man die Internetadresse aus dem Browser (9) heraus auf die Fläche oberhalb der Themenliste, wo noch der Text steht: ›Evtl. URL zu aktuellem Eintrag mit der Maus hierherziehen‹. Daraufhin verschwindet dieser Text und die Internetadresse wird eingetragen. So kann man auf einfache Weise später diesen Link wieder besuchen, hat den wichtigsten Text und ein Informationsbild als Wegweiser.

Angenehm ist es, dass man bei Bedarf das Fenster in den Vordergrund setzen kann (7), wodurch es an oberster Position sitzt. Mit (8) versteckt sich das Hauptfenster in der linken unteren Ecke des Monitors, um dem Recherchefenster Platz zu machen. Ein Klick auf den nun umgekehrten Knopf holt das Hauptfenster wieder hervor.

Neben den Schriftauszeichnungen fett, kursiv, unter- und durchgestrichen gibt es in dem Textfenster (6) noch zwei weitere Hilfen.

›Leearbsätze entfernen‹ ist immer dann praktisch, wenn man Text direkt aus dem Browser in den Textbereich gezogen hat. Dabei wird nämlich aus jedem neuen Absatz ein Leerabsatz plus Absatz. Diese Leerabsätze werden mit dieser Funktion entfernt.

›Ausgewählten Text als Titel kopieren‹ ermöglicht im Text das schnelle markieren einer kurzen Passage und das Übernehmen derselben in den Titel des Beitrags links in der Liste.

Screenshot PatchworkSämtliche Daten aus den beiden Recherchepools können mit Requisiten (1), Szenen (3) und Kreativboard-Elementen (2) verknüpft werden. Davon soll das nächste Tutorial erzählen.

Link zum Video

Martin Danesch