Die zehn besten Schreibtools

Mein Artikel „Die zehn besten Schreibtools“, den ich für die erste Ausgabe des Selfpublisher-Magazins des Uschtrin-Verlags geschrieben hatte, ist mittlerweile auch im Autorenwelt-Blog online. Wer den Artikel nicht bereits im Selfpublisher-Magazin gelesen hatte, kann das jetzt also online nachholen. ;-)

Link zum Artikel: https://www.autorenwelt.de/blog/die-zehn-besten-schreibtools


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Cold Turkey Writer – Patentrezept für ablenkungsfreies Schreiben

Wer mein Blog bzw. den WritersWorkshop Autorennewsletter schon etwas länger liest, kennt vermutlich meine Vorliebe für Schreibprogramme, die sich aufs ablenkungsfreie Schreiben spezialisiert haben.

Da wären zunächst mal die wegen ihrer schlichten, schnörkellosen und rein auf den Text fokussierten Optik als „Zenware“ bezeichneten Schreibprogramme wie WriteMonkey, FocusWriter oder Q10, bei denen man während des Schreibens nur den reinen Text sieht – keine Menüs, Icons oder Formatierungsoptionen. Auch Scrivener hat einen solchen Vollbildmodus, bei dem wahlweise alle anderen Hintergrundfenster gedimmt oder komplett ausgeblendet werden.

Diese Programme sind natürlich praktisch und nützlich, doch sie zwingen einen nicht, sich wirklich ausschließlich mit dem Schreiben zu beschäftigen. Trotz der ablenkungsfreien Oberfläche sind der Browser oder das Mailprogramm stets nur einen Mausklick oder eine Tastenkombination entfernt.

Doch jetzt gibt es es ein neues Schreibtool, das sich dieser Problematik annimmt und dafür sorgt, dass man wirklich am Ball bleibt und sich nicht durch eingehende Emails oder andere Verlockungen des Internets ablenken lässt: „Cold Turkey Writer“ (das früher erst „Forcedraft“ und dann „Writer’s Block“ hieß) ist ein simples kleines Windows-Programm, das den PC während des Schreibens in eine reine Schreibmaschine verwandelt – und zwar mit allen damit verbundenen Konsequenzen.

„Cold Turkey Writer“ ist ein wirklich kleines (weniger als 1 MB), portables Programm, das Sie nicht einmal auf Ihrem Rechner installieren müssen. Es läuft sowohl vom USB-Stick als auch direkt aus Ihrem Dropbox-Verzeichnis: einfach herunterladen, in einem separaten Ordner speichern und dann das Programm starten.

Sobald Sie das Programm starten, können Sie bis zum Beenden des Programms nur noch (!) mit „Cold Turkey Writer“ arbeiten. Das Programm wird im Vollbildmodus angezeigt, die Taskleiste und das Startmenü werden ausgeblendet und alle einschlägigen Tastenkombinationen, mit denen Sie üblicherweise zum Desktop gelangen, auf andere Programme umschalten oder das laufende Programm beenden, werden deaktiviert.

Solange Sie sich nur im Hauptmenü befinden und noch keine Herausforderung aktiviert haben, können Sie das Programm noch per „Quit“ beenden und zur normalen Windowsoberfläche zurückkehren.

Doch das wollen Sie in der Praxis natürlich nicht. Sie wollen ja zum Schreiben kommen – deswegen haben Sie „Cold Turkey Writer“ ja gestartet.

Die Optionen sind einfach: Über die beiden Haupt-Reiter wählen Sie, ob Sie mit einem neuen Dokument beginnen oder an einem bestehenden Manuskript weiter arbeiten wollen.

Jetzt haben Sie noch die Wahl, ob Sie eine bestimmte Anzahl Wörter schreiben oder eine bestimmte Anzahl Minuten lang fokussiert schreiben wollen. Was immer Sie wählen: die Entscheidung ist endgültig. Sobald Sie auf „Start“ drücken, haben Sie erst dann die Möglichkeit, Ihr Manuskript zu speichern und das Programm zu beenden, wenn Sie Ihr selbst gewähltes Ziel erreicht haben.

Als dritte Option gibt es noch „Don’t block me“. Hierbei werden zwar ebenfalls alle anderen Programme und Funktionen blockiert, aber Sie können jederzeit Ihr Manuskript speichern und das Programm beenden. Aber auf solche halbherzigen Versuche lassen Sie sich natürlich nicht ein, oder? ;-)

Screenshot Writer's BlockSobald Sie also auf „Start“ klicken, sehen Sie nur noch eine Schreibmaschinenseite, die den größten Teil des Bildschirms einnimmt, darüber den „Cold Turkey Writer“ Schriftzug mit einem dezenten Fortschrittsbalken, der sich langsam füllt, während Sie schreiben.

Je nachdem, ob Sie ein zeitliches Ziel oder eine bestimmte Anzahl von Wörtern gewählt haben, symbolisiert dieser Balken entweder, wie viele Wörter Ihnen noch zur Erreichung Ihres Ziels fehlen oder aber, wie lange Sie noch schreiben müssen.

Sobald Sie Ihr Ziel erreicht haben, verschwindet der Fortschrittsbalken und wird durch die beiden Optionen „Snooze (10 min)“ und „Save and Quit“ ersetzt.

Mit „Snooze“ lassen Sie sich auf weitere 10 Minuten konzentriertes Schreiben ein. Mit „Save and Quit“ speichern Sie Ihr Manuskript und beenden das Programm.

Natürlich müssen Sie die „Snooze“-Funktion nicht benutzen, wenn Sie vor dem Speichern einfach noch etwas weiter schreiben wollen. Sie können auch „einfach so“ weiter machen und erst dann auf „Save and Quit“ gehen, wenn Sie so weit sind.

Fazit: Cold Turkey Writer ist ein wahrlich minimalistisches Schreibtool. Sie können absolut nichts an der Optik verstellen: Weder die Farben noch die Schriftart oder die Schriftgröße.

Doch was es tut, macht es wirklich klasse: Es zwingt Sie dazu, die Sache zu Ende zu bringen. Wenn Sie mindestens 500 Wörter schreiben wollten, können Sie wirklich erst dann aufhören, wenn Sie Ihre 500 Wörter voll haben. Wenn Sie mindestens 30 Minuten lang schreiben wollten, bleibt Ihr PC bis zum Ablauf dieser 30 Minuten für alle anderen Aufgaben gesperrt.

Kein schnelles Umschalten auf den Browser, um „nur mal schnell“ etwas nachzuschauen oder zu recherchieren. Wenn Ihnen beim Schreiben Informationen fehlen, müssen Sie eben einen Platzhalter wie [Name des Bischofs von Köln in 1927] einsetzen und diese Lücken später bei der Überarbeitung füllen.

Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die ich noch bei „Writer’s Block“ vermisse. In erster Linie wäre das die Anzeige des aktuellen Wordcounts für das komplette Manuskript und die aktuelle Session – eventuell bei den Optionen (nur Pro-Version), die man mit einem kleinen Pfeil in der linken unteren Bildschirmecke aufklappen kann. Aber vielleicht kommt das ja noch bei einer der nächsten Versionen.

Sie finden „Writer’s Block“ zum kostenlosen Download unter https://getcoldturkey.com/writer/.

Dort haben Sie auch die Möglichkeit, für 10 Dollar die kostenpflichtige Pro-Version zu bestellen. Der Haupt-Unterschied zur kostenlosen Version besteht darin, dass Sie bei der Pro-Version in den Optionen z.B. das Markieren von Text, die Cursortasten und die Delete-/Backspace-Tasten deaktivieren können, um so wirklich wie an einer klassischen Schreibmaschine ohne Korrekturband zu schreiben.

Zusätzlich können Sie in der Pro-Version Hintergrundgeräusche (Regen / Coffivity) aktivieren, um auch in lauteren Umgebungen ablenkungsfrei schreiben zu können.

Die Pro-Version ist meines Erachtens zwar zum Schreiben nicht erforderlich, bietet aber eine nette Möglichkeit, den Entwickler von „Cold Turkey Writer“ für seine gute Arbeit zu honorieren.


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Der Selfpublisher: neues Magazin des Uschtrin-Verlags

Die 10 besten SchreibtoolsVor ein paar Tagen ist, pünktlich zum Start der Frankfurter Buchmesse in der kommenden Woche, die erste Ausgabe des neuen Autoren-Magazins „Der Selfpublisher“ aus dem Uschtrin-Verlag mit einer Startauflage von 10.000 Exemplaren erschienen – mein Lesetipp für alle selbstverlegenden Autoren.

Artikel SchreibtoolsNeben vielen anderen interessanten Artikeln rund ums Veröffentlichen und Vermarkten von Büchern (u.a. von Sandra Uschtrin, Matthias Matting, Johannes Zum Winkel, Susanne Pavlovic und Markus Ridder) gibt es im neuen Magazin ab Seite 38 auch einen zweiseitigen Artikel von mir über die zehn besten Schreibtools.

Das Magazin kann für 5 Euro über den Shop bestellt werden: https://www.autorenwelt.de/magazin/derselfpublisher/aktuelles-heft

Alternativ gibt es das Magazin auch als Kindle-Version – zur Zeit sogar kostenlos!


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Scrivener 1.9 für Windows erschienen

Diese Woche ist die neue Version 1.9 von Scrivener für Windows erschienen.

Das wichtigste Feature der neuen Version ist ein neues Dateiformat, das die Kompatibilität mit zukünftigen mobilen Versionen sicherstellen soll. Dieses neue Dateiformat ist auch kompatibel zur aktuellen Mac-Version 2.7.

Bitte beachten Sie bei einem Update auf die neue Version, dass Sie mit Scrivener 1.9 erstellte oder bearbeitete Dateien anschließend nicht mehr mit einer älteren Version von Scrivener öffnen bzw. bearbeiten können. Beim Öffnen einer Datei im alten Dateiformat wird diese automatisch ins neue Format konvertiert und zusätzlich eine Sicherheitskopie im alten Format im Projektordner abgespeichert.

Wenn Sie Scrivener auf mehreren Rechnern nutzen, sollten Sie daher unbedingt darauf achten, dass Sie das Update auf Version 1.9 direkt auf all Ihren Rechnern installieren.

Neben dem neuen Dateiformat haben die Entwickler von Literature&Latte auch kleinere Änderungen an der Benutzeroberfläche von Scrivener vorgenommen, die überwiegend den Inspektor betreffen. So sind dort nicht nur die Buttons nach oben verlagert worden, sondern auch die Arbeit mit dem Inspektor wird durch zusätzliche Menüs und Funktionen noch komfortabler als bisher.

Das neu hinzu gekommene „Inspect“-Menü ist leider noch nicht ins Deutsche übersetzt, da man offenbar vergessen hatte, mir im Vorfeld die neuen Sprachdateien zum Übersetzen zur Verfügung zu stellen. Ich werde dies allerdings mit Literature&Latte klären, damit das neue Menü ab der nächsten Version ebenfalls inklusive deutscher Übersetzung vorliegt.

Neben den Anpassungen und neuen Funktionen behebt das neue Update auch über 30 Bugs aus Version 1.8. Eine komplette Liste aller neuen Features und Bugfixes finden Sie unter http://www.literatureandlatte.com/scrivWinChangeList.php#version-1_9.

Allein schon aufgrund der wichtigen Änderungen beim Dateiformat würde ich jedem Scrivener-Benutzer empfehlen, das neue Update zeitnah zu installieren.

Das Update ist für registrierte Benutzer kostenlos und kann entweder über die Update-Funktion von Scrivener oder über http://www.literatureandlatte.com/scrivener.php?platform=win heruntergeladen werden.


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Warum Sie sich als Schriftsteller ein Smartphone-Projekt zulegen sollten

Ich weiß ja nicht, wie es bei Ihnen ist, aber bei den meisten Schriftstellern ist die Zeit zum Schreiben am PC ein knappes und wertvolles Gut und damit das Nadelöhr, das bestimmt, wie gut wir mit unseren Schreibprojekten vorankommen. Wenn man am PC sitzt, arbeitet man meist an seinem Hauptprojekt; alles andere wird auf irgendwann später verschoben.

Doch es gibt gerade in der heutigen Zeit noch eine sinnvolle Alternative: ein „Smartphone-Projekt“, an dem Sie parallel zu Ihrem ’normalen‘ Buchprojekt arbeiten.

Vermutlich fragen Sie sich jetzt, was denn ein „Smartphone-Projekt“ sein soll. Ganz einfach: Die Zeit am heimischen PC ist wie bereits anfangs erwähnt knapp – vielleicht morgens eine Stunde vor der Arbeit und etwas länger am Wochenende.

Sich in dieser ohnehin knappen Zeit zu verzetteln und zu versuchen, parallel an mehreren unterschiedlichen Projekten zu arbeiten, wäre kontraproduktiv. Lieber erst ein Projekt abschließen und sich erst danach mit voller Konzentration dem nächsten Projekt widmen.

Doch wenn wir unseren Tagesablauf genauer unter die Lupe nehmen, gibt es durchaus noch zeitliche Reserven, die wir bisher weitgehend ungenutzt verstreichen lassen. Zeiten, in denen wir durchaus etwas schreiben könnten – nur eben nicht am PC. Und da kommt das bereits erwähnte „Smartphone-Projekt“ ins Spiel.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache: Smartphones sind auf dem Vormarsch. Die meisten von uns besitzen bereits eines, egal ob es sich um ein Android-Phone, ein iPhone oder ein Windows-Phone handelt. Sie alle haben eines gemeinsam: unsere Smartphones sind äußerst leistungsfähige kleine Computer, die wir über die Apps, die wir installieren, maßgeschneidert an unsere eigenen Bedürfnisse anpassen können.

Doch während die meisten Menschen ihr Smartphone nur bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit zücken, um ihre Mails zu checken, ziellos bei Facebook oder Twitter zu surfen, Selfies oder Fotos ihres Essens zu posten oder simple Casual-Games zu spielen, können Schriftsteller ihre Smartphones wesentlich produktiver nutzen – nämlich zum Schreiben von Blogposts, Kurzgeschichten oder sogar ganzen Romanen.

Das Prinzip des „Smartphone-Projekts“ beruht darauf, dass Sie mit Ihrem Smartphone ansonsten ungenutzte Zeiten dazu nutzen können, um an anderen Schreibprojekten als Ihrem Hauptprojekt zu arbeiten. Das können Blogposts für Ihr Autorenblog sein, Kurzgeschichten oder sogar ein Roman. Falls Sie bei dem Gedanken schaudern, auf einem vergleichsweise winzigen Gerät wie einem Smartphone längere Texte als eine WhatsApp-Nachricht oder eine kurze Mail zu schreiben – keine Sorge. Das geht, und sogar recht komfortabel.

Prinzipiell kann man dafür so ziemlich jedes Smartphone nutzen, wenngleich die Auswahl der zur Verfügung stehenden Apps je nach Betriebssystem ziemlich unterschiedlich (und unter Windows zugegebenermaßen recht mager) ist. Ich selbst bin bekennender Android-Fan, weshalb sich die konkreten App-Empfehlungen in diesem Artikel auch auf Android konzentrieren. Manche der empfohlenen Apps gibt es auch für iOS und Windows, in anderen Fällen muss man sich selbst eine passende Alternative suchen.

Tipps zur Smartphone-Auswahl

Wenn man sein Smartphone fürs Schreiben nutzen will, sollte man lediglich auf eine vernünftige Bildschirmdiagonale und Bildschirmauflösung achten. Optimal sind meiner Erfahrung nach Smartphones mit einer Diagonale von 5″ und einer Bildschirmauflösung von 1280×720 Punkten. Größer ist natürlich schön, aber nicht erforderlich – nur kleiner als 4,5 Zoll sollte der Smartphone-Bildschirm nicht sein. Wer schon mal versucht hat, auf einem 4″-Smartphone im Hochformat über die Bildschirmtastatur einen längeren Text einzugeben, weiß, was ich meine. Da braucht man schon sehr schlanke und zierliche Finger, um zumindest meistens die richtigen Buchstaben zu erwischen.

Ein fürs Schreiben geeignetes Smartphone muss übrigens gar nicht teuer sein. Man braucht dafür kein nobles High-End-Smartphone für über 600 Euro, sondern lediglich ein solides Mittelklassegerät wie beispielsweise das Honor Holly für knapp 120 €, das ich selbst seit Ende Februar benutze und mit dem ich äußerst zufrieden bin: 5″ Display, 1280×720 Bildschirmauflösung, ein schneller Quad-Core-Prozessor, Dual SIM, 16GB Speicher und Android 4.4. Passt – mehr braucht man nicht zum Schreiben. Ebenfalls empfehlenswert sind die Handys des französischen Herstellers Wiko wie das Wiko Rainbow, das mit ähnlichen Leistungsdaten überzeugen kann, aber unterm Strich etwas teurer als das noch etwas besser ausgestattete Honor Holly ist.

Man muss übrigens nicht befürchten, dass man sich mit einem 5″-Gerät einen klobigen Klotz zulegt, der nicht mehr gut in der Hand liegt. Meine Frau hat sehr kleine und zierliche Hände und verwendet schon seit anderthalb Jahren ein 5″-Smartphone. Auch sie könnte sich nicht mehr vorstellen, nochmal auf ein kleineres Gerät zurück zu wechseln.

Aber genug von der Hardware – zurück zum eigentlichen Schreiben… ;-)

Warum sollte man unterwegs am Smartphone schreiben?

Am Smartphone zu schreiben hat eine ganze Reihe von Vorteilen:

  1. Das Smartphone hat man im Gegensatz zu Laptop, Netbook oder Tablet quasi immer und überall dabei. Man kann also jede Gelegenheit spontan nutzen, um ein paar Wörter oder Sätze an seinem aktuellen Smartphone-Projekt weiter zu schreiben – egal ob in der Frühstückspause im Büro, im Wartezimmer beim Zahnarzt, während man darauf wartet, dass sich alle zum Essen am Tisch einfinden oder während der Werbepause im Fernsehprogramm.
  2. Das Smartphone ist immer einsatzbereit. Im Gegensatz zum PC oder Laptop, den man erst hochfahren muss, braucht man sein Smartphone nur zu entsperren und auf die bereits geöffnete Schreib-App umzuschalten – und schon kann man loslegen.
  3. Da die Leute gewohnt sind, dass jeder bei jeder Gelegenheit mit seinem Smartphone herumspielt, stellt einem niemand neugierige Fragen, wenn man an seinem Smartphone schreibt. Das ist ideal, wenn man im Büro die Frühstücks- oder Mittagspause zum Schreiben nutzen möchte. Am Büro-PC könnte einem jeder über die Schulter schauen und wenn man in der Pause seinen privaten Laptop auspackt, sind neugierige Fragen vorprogrammiert. Was Sie jedoch an Ihrem Smartphone machen, interessiert erfahrungsgemäß niemanden – Sie werden höchstens als Technik-Freak belächelt, der jede freie Minute mit seinem Smartphone herumspielt.

Die besten Apps fürs mobile Schreiben

Fürs eigentliche Schreiben kann ich Ihnen die App JotterPad empfehlen. Sie können damit Texte lokal auf Ihrem Smartphone bearbeiten oder diese direkt in Ihrer Dropbox speichern. JotterPad hat alles, was man zum Schreiben braucht wie eine Wordcount-Funktion und eine sehr gute Markdown-Unterstützung (inklusive Export als RTF-Datei). Alles, was man in JotterPad geschrieben hat, wird beim Verlassen des Programms automatisch gespeichert.

Alternativ können Sie natürlich auch die beliebte Notizenverwaltung Evernote zum Schreiben nutzen. Da alle Evernote-Daten automatisch zwischen Ihren unterschiedlichen Rechnern synchronisiert werden, finden Sie alles, was Sie unterwegs in Evernote geschrieben haben, im entsprechenden Notizbuch auf Ihrem PC wieder, ohne dass Sie die Texte von Hand übertragen müssten.

Schreiben am Smartphone ist produktiver, als die meisten Leute denken. Natürlich können Sie an Ihrem Smartphone nicht annähernd so schnell tippen wie an einem PC mit einer vollwertigen Schreibmaschinentastatur, aber das ist auch gar nicht erforderlich. Mit der Bildschirmtastatur des Smartphones kommen Sie mit etwas Übung locker auf 20 Wörter pro Minute – besonders, wenn Sie eine moderne Bildschirmtastatur mit Wischeingabe wie Swype, Swiftkey oder die aktuelle Google-Tastatur verwenden. Auch damit könnten Sie also theoretisch auf über 1.000 Wörter in der Stunde kommen.

Aber in der Praxis geht es gar nicht so sehr darum, neue Geschwindigkeitsrekorde beim Schreiben aufzustellen, sondern darum, eigentlich wunderbar fürs Schreiben nutzbare Zeiten nicht einfach ungenutzt verstreichen zu lassen, nur weil gerade kein PC oder Laptop zum Schreiben verfügbar ist.

Fazit: die Vorteile eines ‚Smartphone-Projekts‘

Wenn Sie sich erst einmal angewöhnen, während ansonsten unnützer Wartezeiten rasch zum Smartphone zu greifen und ein paar Wörter oder Sätze zu Papier zu bringen, hat dies gleich zwei positive Auswirkungen:

  1. Innerhalb weniger Wochen entwickeln Sie einen Blick für solche kleinen, aber feinen Zeitfenster. Sie lernen einzuschätzen, wie viele Minuten Sie wohl zur Verfügung haben, und nutzen diese dann entweder zum Nachdenken über Ihr Schreibprojekt oder zum Schreiben. Haben Sie mindestens 3-5 Minuten am Stück, lohnt es sich definitiv, das Smartphone rauszuholen. Selbst wenn es nur 1-2 Sätze sind, die Sie zu Papier bringen, sind das immer noch 1-2 Sätze mehr, als Sie sonst hätten.
  2. Dadurch, dass Sie über den Tag verteilt immer wieder ein klein wenig an Ihrem Smartphone-Schreibprojekt arbeiten, bleibt es permanent im Fokus Ihres Unterbewusstseins. Spätestens nach ein paar Tagen merken Sie, dass Ihr Unterbewusstsein Ihnen über den Tag verteilt so viele neue Ideen eingibt, dass Sie jede sich bietende Gelegenheit zum Schreiben nutzen können, ohne dass Ihnen der Stoff ausgeht.

Auch wenn Sie anfangs vielleicht das Gefühl haben, am Smartphone kaum voran zu kommen, täuscht das in den allermeisten Fällen. Viele ‚Wenigs‘ ergeben zusammen bekanntlich ein ‚Viel‘: Selbst wenn Sie im Schnitt nur 250 Wörter pro Tag schreiben, ergibt das aufs Jahr gerechnet die Rohfassung eines kompletten Romans – oder 52 Blogposts á 800 Wörter + 10 Kurzgeschichten á 5.000 Wörter.

Und wäre es nicht schön, wenn Sie sich in Ihrer knappen Schreibzeit zuhause z. B. voll und ganz auf Ihr aktuelles Romanprojekt konzentrieren könnten, während die wöchentlichen Blogposts für Ihr Autorenblog und die Kurzgeschichten, die Sie auch noch gerne schreiben möchten, quasi nebenbei entstehen?

Probieren Sie es doch einfach selbst einmal ein paar Wochen lang aus und ziehen Sie anschließend Bilanz, was Sie in dieser Zeit so ganz nebenbei an neuen Texten aus dem Ärmel schütteln konnten. Vielleicht können auch Sie sich danach nicht mehr vorstellen, auf ein Smartphone-Projekt zu verzichten.


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SoftMaker Office 2016 – das beste Office-Paket für Schriftsteller

Das Nürnberger Softwarehaus SoftMaker hat im Juli 2015 eine neue Version ihres beliebten Office-Pakets „SoftMaker Office“ veröffentlicht. Mit „SoftMaker Office 2016“ treten sie nicht nur in direkte Konkurrenz zu „Microsoft Office“, sondern haben zugleich auch das beste Office-Paket für Schriftsteller produziert – wobei letzteres keine Aussage von SoftMaker, sondern mein persönliches, vorweggenommenes Fazit ist.

„SoftMaker Office soll besser sein als Microsoft Office?“ wird sich jetzt vielleicht mancher Leser skeptisch fragen.

Für Schriftsteller definitiv. Und nicht nur besser, sondern auch günstiger. Aber fangen wir einfach mal vorne an…

Standard oder Professional?

SoftMaker Office 2016 ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich: als günstigere Standard-Version und als Professional-Version. Ein wichtiger Punkt vorweg: Für Schriftsteller ist quasi nur die teurere Professional-Version interessant. Man sollte keinesfalls an der falschen Stelle sparen und aus Kostengründen zur günstigeren Standard-Version greifen.

Zwar kostet die Professional-Version 30 Euro mehr als die Standard-Version (bzw. beim günstigeren Upgrade-Preis immer noch 20 Euro), doch diesen Mehrpreis ist sie definitiv wert. Aber dazu gleich mehr.

Genau wie Microsoft Office besteht auch SoftMaker Office aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und einem Email-Programm. Alles sehr gute und leistungsfähige Programme, aber in diesem Artikel will ich mich ausschließlich mit TextMaker 2016, der Word-Konkurrenz von SoftMaker beschäftigen – denn die Textverarbeitung ist schließlich der Teil des Office-Pakets, den man als Schriftsteller nun mal am häufigsten benötigt.

Klassische Menüs statt klobiger Ribbons

Sehr angenehm finde ich bei SoftMaker Office, dass die Entwickler sich nicht der neuen Unsitte mit den klobigen Ribbon-Menüs am oberen Bildschirmrand angeschlossen haben, auf die Microsoft bereits seit Office 2007 setzt und die in der Praxis äußerst unübersichtlich und schlecht bedienbar sind. Ganz zu schweigen davon, dass die Ribbon-Menüs auf Geräten mit kleiner Bildschirmdiagonale wie Netbooks oder Windows-Tablets viel zu viel wertvollen Bildschirmplatz einnehmen. Doch dieses Problem hat man mit SoftMaker Office nicht.

Bei SoftMaker findet man auch in der neuen 2016er-Version immer noch die klassischen Dropdown-Menüs mit Icons und Tastatur-Shortcuts – allerdings mit ein paar pfiffigen Extras. Denn auch diesen Menüs hat SoftMaker in der neuen Version an verschiedenen Stellen ausklappbare Schnellwahl-Fenster spendiert, mit denen sich das Programm noch schneller und intuitiver bedienen lässt.

eBooks im ePub-Format direkt aus Office heraus erzeugen

Sehr gelungen ist auch der Dokumenten-Export. Mit der neuen 2016er-Version kann man nicht nur eBooks im PDF-Format erzeugen, sondern sogar im ePub-Format. Mit diesem äußerst nützlichen Feature setzt sich SoftMaker von allen Konkurrenzprodukten ab, denn einen direkten ePub-Export bietet weder Microsoft Office noch die kostenlose Konkurrenz von OpenOffice bzw. LibreOffice.

Über den Export-Dialog kann man nicht nur das eigentliche Manuskript ins ePub-Format konvertieren, sondern auch direkt das Coverbild hinzufügen und die zugehörigen Metadaten pflegen. Mit wenigen Mausklicks vom Manuskript zum fertig aufbereiteten eBook – einfacher und komfortabler geht es kaum.

Doch so richtig interessant wird es erst, wenn man sich die zusätzlichen Leistungsmerkmale der Professional-Version ansieht…

Duden-Korrektor, Universalwörterbuch und Fremdwörterbuch

Viele von Ihnen kennen bestimmt den Duden-Korrektor, den es lange Zeit als Add-In für Microsoft Word und OpenOffice gab. So wie der Duden der Standard unter den Wörterbüchern ist, ist auch der Duden-Korrektor die beste und leistungsfähigste Rechtschreib- und Grammatikprüfung, die es für den PC gibt.

Leider hat sich das Bibliographische Institut Mitte 2014 entschieden, den Duden Korrektor nicht mehr weiter anzubieten. SoftMaker hat diese Gelegenheit genutzt, um Nägel mit Köpfen zu machen und sich einen mächtigen Vorsprung vor den anderen Office-Paketen zu sichern. Denn in „SoftMaker Office Professional“ ist der Duden-Korrektor, der nach wie vor vom selben Entwicklerteam wie bisher betreut und weiterentwickelt wird, weiterhin enthalten.

Zusätzlich zum Duden-Korrektor (der allein schon ein äußerst nützliches Werkzeug darstellt) enthält die Professional-Version von SoftMaker Office das Deutsche Universalwörterbuch von Duden, das Große Fremdwörterbuch von Duden und vier Langenscheidt Wörterbücher. Abgerundet wird das Komplettpaket durch einen sehr leistungsfähigen und ausgereiften Thesaurus.

Wenn man Printbücher layouten will, ist man mit SoftMaker Office ebenfalls gut beraten. Denn auch in dieser Beziehung geht der Funktionsumfang von TextMaker über das hinaus, was Microsoft Word bietet. Manche Funktionen von TextMaker wie echte Master-Seiten erinnern mehr an ein vollwertiges Desktop-Publishing-Programm als an eine ‚einfache‘ Textverarbeitung.

50 € beim Kauf sparen durch den Upgrade-Trick

Auch beim Kauf von SoftMaker Office kann man noch ein richtiges Schnäppchen machen, denn SoftMaker bietet das stark vergünstigte Upgrade auf die neue 2016er-Version nicht nur für Besitzer der direkten Vorgängerversion an, sondern auch als Crossgrade für Besitzer einer beliebigen früheren Version von SoftMaker Office oder FreeOffice.

Selbst wenn Sie also noch nie eine Version von SoftMaker Office hatten, können Sie sich also den günstigen Upgrade-Preis sichern, indem Sie sich zunächst das kostenlose FreeOffice von SoftMaker (http://www.freeoffice.com/de) herunterladen und registrieren und anschließend für nur 49,95 € von FreeOffice auf SoftMaker Office 2016 Professional upgraden. 50% gespart – das nenne ich mal ein echtes Schnäppchen.

Bei diesem Preis kann Microsoft Office nicht einmal annähernd mithalten – weder mit den Kaufversionen noch mit den Miet-Versionen (Office 365). Selbst eine nur ein Jahr gültige Miet-Lizenz „Office 365 Home“ ist teurer als der günstige Upgrade-Preis für „SoftMaker Office 2016 Professional“, mit dem Sie das Office-Paket auf bis zu 3 PCs gleichzeitig nutzen können.

Schnell und portabel – Office in der Hemdtasche

Ein weiterer unschätzbarer Vorteil von SoftMaker Office ist, dass man nach der normalen Installation auf dem eigenen PC als „Ableger“ eine portable Version des Office-Pakets auf einem USB-Stick installieren und überall hin mitnehmen kann. Gerade wenn man viel unterwegs ist und häufig auf unterschiedlichen PCs arbeitet, ist das eine tolle Sache – so hat man sein komplettes Büro auf einem Stick in der Hemdtasche dabei.

Dazu kommt, dass SoftMaker Office alles andere als hardwarehungrig ist und auch auf älteren Rechnern oder Geräten mit schwächerer Hardware (Netbooks, Windows Tablets…) schnell und sauber läuft.

Und während das aktuelle Microsoft Office nicht mehr unter älteren Betriebssystem-Versionen wie XP oder Vista installiert werden kann, läuft SoftMaker Office 2016 unter allen Windows-Versionen von Windows XP bis hin zum brandneuen Windows 10.

Fazit

Wenn man SoftMaker Office mit anderen Office-Paketen vergleicht, sollte man es dem ebenfalls kommerziellen Microsoft Office gegenüberstellen – und diesen Vergleich gewinnt SoftMaker gerade bezogen auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Schriftstellern definitiv.

Natürlich gibt es mit LibreOffice und OpenOffice auch kostenlose Konkurrenz, doch diese bietet weder die ausgereifte Rechtschreib- und Grammatik-Prüfung mit dem integrierten Duden-Korrektor, noch die integrierten Wörterbücher oder komfortable Features wie den ePub-Export als fertig formatiertes eBook.

Aus meiner Sicht ist der günstige Upgrade-Preis für „SoftMaker Office 2016 Professional“ eine der besten Investitionen, die man zur Zeit als Schriftsteller machen kann.

Sie finden SoftMaker Office unter http://www.softmaker.de/office.htm. Unter http://www.softmaker.de/ofdemo.htm können Sie sich auch eine Demo-Version herunterladen, die Sie 30 Tage lang kostenlos ausprobieren können.


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Patchwork: Patente Autorensoftware aus Österreich

Heute möchte ich Ihnen ein interessantes Schreibprogramm für Roman- und Kurzgeschichtenautoren vorstellen: Patchwork – ein Programm aus der Feder des österreichischen Autors und Verlegers Martin Danesch (Orange Cursor Verlag), das mich nach anfänglicher Skepsis rundum begeistern konnte.

Für wen ist Patchwork geeignet?

Patchwork ist ganz klar auf Roman- und Kurzgeschichtenautoren zugeschnitten. Ähnlich wie bei yWriter sieht man auch bei Patchwork an der Organisation nach Szenen, Figuren, Schauplätzen und Gegenständen, dass das Programm nicht für Blogger oder Sachbuchautoren gedacht ist. Ein Konzept, das mir sehr sympathisch ist: lieber ein hochqualifizierter Spezialist als ein „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, der vieles halb und nichts so richtig kann. Und wenn man sich „Patchwork“ genauer ansieht, merkt man, wie viele Gedanken sich der Entwickler über die Bedürfnisse und Anforderungen von Romanautoren gemacht hat.

Einstieg und Lernkurve

Bereits beim ersten Start von Patchwork fällt sehr positiv auf, dass das Programm mit einer interaktiven Einführung kommt, die einen schnellen Einstieg ins Programm ermöglicht.

Selbst wenn man wie ich lieber einfach drauflos probiert, statt sich lange durch dicke Anleitungen zu quälen, sollte man sich die Zeit nehmen, sich über die Onlinehilfe gründlich mit den Möglichkeiten des Programms vertraut zu machen. Ansonsten läuft man Gefahr, viele der nützlichen Möglichkeiten des Programms zu übersehen. Ich gebe zu, dass ich Patchwork auf den ersten Blick ebenfalls unterschätzt hatte – denn mit der modernen und stylishen Oberfläche von Scrivener kann die Optik von Patchwork mit seinen vielen kleinen Icons im klassischen Office-Look nicht mithalten.

Doch wenn man sich erst mal etwas intensiver mit Patchwork beschäftigt, erkennt man überrascht, wie viele Möglichkeiten dieses Programm auf kompaktem Raum bietet.

Stilkontrolle, Thesaurus und Rechtschreibprüfung

An den zahlreichen Funktionen rund um Stil und Rechtschreibung erkennt man, dass Patchwork aus dem Verlagsgeschäft entstanden ist. Neben einem exzellenten Thesaurus, dessen Verhalten man an seine eigenen Vorlieben anpassen kann, hat Patchwork eine ausgezeichnete Stilkontrolle, die es durchaus mit der vielgerühmten Stilkontrolle von Papyrus Autor aufnehmen kann.

Diese beinhaltet nicht nur die Suche nach Wortwiederholungen, wie man sie vom Repetition Detector 2 kennt, sondern auch zahlreiche andere Funktionen wie die Suche nach Füllwörtern, Adjektiven, schwachen Verben, Wertungen, Konjunktiven, Amtsdeutsch, passiven Formulierungen und sogar Verstößen gegen die bekannte „Show, don’t tell“-Regel bietet. Jede dieser Prüfungen lässt sich einzeln zu- und abschalten und sogar auf drei verschiedene „Härtegrade“ einstellen.

Sehr positiv ist auch, dass man nicht nur ein Benutzerwörterbuch, sondern auch ein Projektwörterbuch anlegen kann. So kann man beispielsweise erreichen, dass z.B. der Nachname „Schwartz“ einer Romanfigur im laufenden Projekt als richtig akzeptiert wird, in einem anderen Buchprojekt jedoch als möglicher Fehler (meinsten Sie Schwatz, Schwarte oder Schwarz?) markiert wird.

Funktionsumfang

Den gesamten Funktionsumfang von Patchwork aufzuzählen, würde den Umfang dieses Artikels bei weitem sprengen. So verfügt Patchwork u.a. über eine nützliche Timeline-Funktion, mit der Sie jederzeit den Überblick über den zeitlichen Ablauf Ihrer Handlung behalten – ein Feature, das ich in anderen Schreibprogrammen schon oft vermisst habe und das es im Windows-Bereich meines Wissens ansonsten nur bei Papyrus Autor gibt.

Eine sehr informative Übersicht über die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten von Patchwork finden Sie unter:
http://www.autorenprogramm.com/m/index.php/leistungsumfang

Fazit

Wenn man Patchwork gerecht werden will, sollte man das Programm nicht mit Scrivener vergleichen – dafür sind beide Programme einfach zu unterschiedlich. Scrivener hat viele Stärken, bei denen Patchwork nicht mithalten kann; doch dafür bringt Patchwork z. B. eine hervorragende Rechtschreib-, Grammatik- und Stilkontrolle mit – etwas, das Scrivener fehlt.

Sowohl vom Aufbau als auch vom Funktionsumfang her (also z. B. in Sachen Stilkontrolle) sollte man Patchwork eher mitPapyrus Autor vergleichen – und da fällt mein Urteil ganz klar zu Gunsten von Patchwork aus. Denn schließlich kostet Patchwork bei ähnlichem Funktionsumfang mit 98 Euro nur etwas mehr als die Hälfte der stolzen 179 Euro, die man für Papyrus Autor bezahlen muss.

Auch wenn ich im Alltag bei den meisten größeren Projekten noch lieber mit Scrivener als mit Patchwork arbeite, bin ich dennoch froh, Patchwork auf meinem Rechner zu haben. Denn so kann ich anschließend das fertige Manuskript in Patchwork importieren und es dort mit der Rechtschreib- und Stilkontrolle noch einmal auf Herz und Nieren testen.

Die Kombination aus Scrivener und Patchwork deckt alles ab, was ich als Autor brauche – und das für insgesamt nicht einmal 140 Euro (98 Euro für Patchwork, ca. 38 Euro für Scrivener).

Wenn Sie Patchwork selbst einmal ausprobieren möchten, können Sie sich von der offiziellen Homepage eine voll funktionale 30-Tage-Testversion herunterladen. Vielleicht stellen ja auch Sie beim Ausprobieren fest, dass „Patchwork“ perfekt auf Ihre persönliche Schreib- und Arbeitsweise zugeschnitten ist.


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Software-Schnäppchen: Jutoh mit über 90% Rabatt

Wenn man eBooks im Kindle- oder ePub-Format selbst erstellen möchte, stehen einem verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine der komfortabelsten Optionen ist die eBook-Erstellungs-Software Jutoh von Anthemion Software (den Entwicklern des bekannten Schreibprogramms WritersCafe), die sowohl für Windows als auch für Mac OS X und Linux erhältlich ist.

Jutoh oder Sigil?

Im Gegensatz zum ebenfalls für alle drei Betriebssystem erhältlichen Freeware-Konkurrenten Sigil ist Jutoh einsteiger- und anwenderfreundlicher gestaltet. Um mit Jutoh eBooks zu erzeugen, müssen Sie sich nicht mit HTML- und CSS-Codierung herumschlagen, sondern können Ihre eBooks in einem an eine Textverarbeitung erinnernden Editor schreiben und formatieren.

Jutoh stellt dabei etliche Vorlagen für Absätze, Überschriften etc zur Verfügung und erlaubt es, ohne Programmierkenntnisse Tabellen, Fotos und andere Illustrationen ins eBook einzubinden.

Das fertige Buch kann schließlich im ePub- oder Kindle-Format (= Mobipocket) exportiert werden – alternativ auch im offenen OpenText-Format. Die mit Jutoh generierten Kindle-Bücher sind kompatibler zu Amazons diversen Kindle-Modellen als eBooks, die beispielsweise über Calibre aus dem ePub-Format konvertiert wurden, da Jutoh für die Umwandlung die jeweils aktuelle Version des offiziellen Kindlegen-Converters verwendet.

Im direkten Vergleich mit Sigil hat Jutoh sowohl Vor- als auch Nachteile: Sigil kann mit einer deutschen Benutzeroberfläche und fast unbeschränkten Formatierungsmöglichkeiten punkten – wobei diese allerdings Anwendern mit guten HTML- und CSS-Kenntnissen vorbehalten bleiben.

Jutoh hat lediglich eine englische Benutzeroberfläche und bietet Profis nicht ganz so viele Möglichkeiten, dafür ist jedoch die Lernkurve nicht so steil wie bei Sigil. Abgesehen davon kann Jutoh wie bereits erwähnt auch Kindle-eBooks generieren, während Sigil auf ePub-Dateien beschränkt ist.

Ein Vorteil von Sigil ist jedoch, dass man damit auch bestehende ePub-eBooks öffnen und bearbeiten kann. Jutoh setzt auf ein eigenes, proprietäres Dateiformat, so dass es sich in erster Linie für neue Projekte eignet. Es ist zwar möglich, bestehende ePub-Dateien zu importieren, aber man kann nicht so einfach wie bei Sigil ein bereits bestehendes ePub-Buch öffnen, ein paar kleinere Änderungen vornehmen und es wieder in der geänderten Form speichern.

Ein ausführliches, 248seitiges Anleitungsbuch über die Erstellung von eBooks mit Jutoh (in Englisch, ebenso wie die Programmoberfläche) kann man sich übrigens kostenlos unter http://www.jutoh.com/book.htm herunterladen.

Jutoh mit über 90% Preisvorteil

Jutoh kostet in der Standardversion 35,70 € inkl. 19% Mehrwertsteuer.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, eine offizielle Vollversion von Jutoh für gerade mal 2,10 € zu erhalten: Um die Bekanntheit und Verbreitung von Jutoh zu erhöhen, hatte Anthemion Software bereits Ende 2011 auf der damaligen Chip-Themen-DVD zum Thema eBooks eine uneingeschränkte Vollversion von Jutoh veröffentlicht.

Auch wenn das Magazin und die zugehörige DVD natürlich schon lange vergriffen sind, kann man die DVD immer noch über den Chip-Kiosk als reinen Download für günstige 2,10 € bestellen: http://www.chip-kiosk.de/themen-dvd-1111

Der Download ist mit 6,1 GB zwar ziemlich groß, aber es lohnt sich. Die fertig heruntergeladene ISO-Datei braucht man nicht zu brennen, sondern entpackt sie einfach mit einem Programm wie WinRAR in ein beliebiges Verzeichnis auf der Festplatte. Aus dem entpackten Verzeichnis öffnet man die Datei Starter.html und findet über die Navigation zu „Software“ direkt als erstes den Benutzernamen und die Seriennummer für die Vollversion von Jutoh. Diese notieren Sie sich.

Installieren Sie jetzt nicht die auf der DVD mitgelieferte alte Version von Jutoh, sondern laden Sie stattdessen die aktuellste Version 2.47 unter http://www.jutoh.com/download.htm herunter. Dank der vorbildlichen Upgrade-Politik von Anthemion gelten die Lizenzschlüssel der damaligen Version nämlich auch noch für das stark verbesserte und erweiterte Jutoh 2.

Wer also eine einigermaßen schnelle DSL-Verbindung hat und nicht vor dem Download einer 6-Gigabyte-Datei zurückschreckt, hat also die Möglichkeit, sich die brandaktuelle Version von Jutoh mit einem Preisvorteil von über 90% zu sichern.

Für alle eBook-Autoren, die dieses nützliche Programm noch nicht haben, ist dies ein äußerst interessanter Deal, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Hinweis: Wer überlegt, sich die erweiterte „Jutoh Plus“-Version (mit Scripting und HTML-Vorlagen) für 71,40 € inkl. MwSt zuzulegen, hat von diesem Deal nichts. Der Lizenzkey aus der Chip-DVD ist ausschließlich für die Standard-Version verwendbar und berechtigt nicht zu einem vergünstigten Upgrade auf die teurere Version.


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WriteMonkey 2.6 bringt praktische neue Funktionen

Im März ist die neue Version 2.6 des beliebten Zenware-Schreibprogramms WriteMonkey erschienen – und sie bringt gleich eine ganze Reihe nützlicher neuer und verbesserter Funktionen mit.

Dabei halten sich die Änderungen innerhalb des eigentlichen Programms sogar noch in Grenzen: Neben diversen Fixes und Patches im Hintergrund und kleinen, aber nützlichen Verbesserungen wie der neuen Version der Formatierungssprache „Markdown Extra“ fällt vor allem auf, dass das Sprünge-Fenster nun nicht mehr automatisch den Schreibbereich an die Bildschirmseite rückt. Stattdessen kann man den Schreibbereich nun sowohl mit der Maus (indem man auf einen leeren Platz in der Statusleiste klickt und ihn per Drag&Drop nach links oder rechts verschiebt) als auch mit der Tastatur („Vulkan-Griff“ STRG+ALT+SHIFT + Cursor links/rechts) beliebig innerhalb des Bildschirmfesnsters verschieben.

Diese Änderung dürfte mit der Einführung des neuen Plugins „Easy Jumps“ zusammenhängen, das in vielen Fällen das klassische Sprünge-Fenster ablösen dürfte. Aber dieses praktische kleine Tool stelle ich Ihnen nachher noch genauer vor.

Plugins statt neuer Funktionen

Generell fällt bei der neuen Version 2.6 ebenso wie bereits bei den letzten Updates auf, dass der WriteMonkey-Entwickler Iztok Strzinar immer weniger Änderungen und Ergänzungen im eigentlichen Hauptprogramm vornimmt, sondern mehr und mehr auf Plugins setzt, die man als Anwender nach Belieben installieren und so die Funktionalität von WriteMonkey gemäß den eigenen Bedürfnissen erweitern kann.

Als Basis für diese Plugins hat WriteMonkey ab der neuen Version auch eine noch bessere und leistungsstärkere API-Version an Bord, mit der es zukünftig noch leichter sein wird, mächtige und vielseitige Plugins für WriteMonkey zu entwickeln.

Dieser Trend weg von Programmänderungen und hin zu einzelnen Plugins hat eine ganze Reihe von Vorteilen – sowohl für den Programmierer als auch für die Anwender:

  1. Plugins sind modular, also eigenständige kleine Programme, die im Hintergrund laufen. Sie können unabhängig vom Hauptprogramm entwickelt, verbessert und einzeln aktiviert oder deaktiviert werden. Wenn ein Plugin Probleme macht, kann man es jederzeit einfach deaktivieren, ohne dass es die Funktion des Hauptprogramms in Mitleidenschaft zieht. Auch die Fehlersuche für Programmierer gestaltet sich einfacher, da sie sich nur auf das betroffene Plugin beschränken müssen. Für den Anwender bedeutet das, dass WriteMonkey trotz zunehmendem Funktionsumfang auch in Zukunft immer stabil, sicher und zuverlässig bleiben wird.
  2. Auch wenn alle bisher erhältlichen Plugins aus der Feder von Iztok Strzinar (dem Entwickler von WriteMonkey) stammen, können theoretisch auch andere Entwickler eigene Plugins für WriteMonkey entwickeln und so den Funktionsumfang des Programms fast beliebig erweitern. Das Projekt wird damit auf eine noch breitere Basis gestellt.
  3. WriteMonkey wird durch die Plugins für die Anwender noch einfacher konfigurierbar. Man muss nicht mehr das komplette Paket nehmen, sondern kann sich die Funktionen, die man gerne noch zusätzlich zum Leistungsumfang des Basisprogramms hätte, wie von einem Buffet zusammenstellen, indem man sich einfach die passenden Plugins herunterlädt und installiert.

Jedes der Plugins ist darum als separater Download auf der WriteMonkey-Seite erhältlich. Man entpackt lediglich die heruntergeladene ZIP-Datei mit dem jeweiligen Plugin in das Verzeichnis „Plugins“ von WriteMonkey, startet das Programm neu – und schon hat man die gewünschte Funktion mit an Bord.

Wie schalte ich die Plugins frei?

Der einzige Wermutstropfen (wenngleich zugegebenermaßen ein sehr kleiner) ist, dass die nützlichen Plugins nicht für Nutzer der kostenlosen Version von WriteMonkey zur Verfügung stehen. Ebenso wie bereits verschiedene andere Funktionen (z.B. das weiße Rauschen als Hintergrund für ablenkungsfreies Schreiben) stehen auch die Plugins nur für Spender zur Verfügung, die die Entwicklung von WriteMonkey mit einem kleinen Geldbetrag unterstützt haben.

Es ist allerdings weder schwierig noch teuer, Spender zu werden und sich so einen lebenslänglich gültigen Lizenzkey zu sichern, der nicht nur die Plugins, sondern auch alle anderen versteckten Zusatzfunktionen von WriteMonkey freischaltet: Auf der Startseite WriteMonkey.com finden Sie einen PayPal-Button (hier ein direkter Link zum Button), über den Sie dem Entwickler einen beliebigen Betrag in der Höhe, die Ihnen angemessen erscheint, zukommen lassen können. Und ein paar Euro sollte einem der Leistungsumfang eines Programms wie WriteMonkey durchaus wert sein – gerade wenn man berücksichtigt, seit wie vielen Jahren Iztok Strzinar seine Zeit unentgeltlich in die Weiterentwicklung und den Support dieses Programm steckt und wie sehr sich WriteMonkey dadurch in den letzten Jahren weiter entwickeln konnte.

Ihren Lizenzkey erhalten Sie anschließend per Mail.

Neue und verbesserte Plugins in Version 2.6

Wie bereits erwähnt sind neben Updates zu bestehenden Plugins (Pinnwand und automatisches Einrücken) mit der neuen Version 2.6 auch vier neue Plugins dazu gekommen:

RepoColor

In der letzten Version 2.5 hatte Iztok Strzinar die bei Autoren sehr beliebte farbliche Invertierung des Archivs abgeschafft. Bei WriteMonkey können Sie jederzeit mit F5 zwischen dem Haupttext und dem Archiv, einer Art versteckter Zwischenablage, hin und her schalten. Sie können das Archiv beispielsweise verwenden, um sich Notizen zu Ihrem aktuellen Text zu machen oder um Textausschnitte zwischenzulagern, die Sie später noch an anderer Stelle einfügen wollen.

Mit RepoColor kommt die farbliche Invertierung des Archvis zurück, die wirklich äußerst praktisch ist. So erkennen Sie jederzeit auf einen Blick, ob Sie sich gerade in Ihrem Haupttext oder im Archiv befinden. Schreiben Sie z.B. üblicherweise mit schwarzer Schrift auf hellgrauem Untergrund, wird das Archiv nun automatisch in hellgrauer Schrift auf schwarzem Untergrund dargestellt.

Das neue Plugin behebt das Problem der schlechten Lesbarkeit bei unterschiedlichen Farbkombinationen, das der Grund für die ursprüngliche Deaktivierung der Funktionalität in WriteMonkey 2.5 gewesen war.

MapJump

MapJump ermöglicht es Ihnen, längere Texte in WriteMonkey „aus der Vogelperspektive“ zu betrachten und schnell an eine bestimmte Stelle zu springen. Per Doppelklick neben den eigentlichen Text oder mit STRG+5 schaltet WriteMonkey die Ansicht auf einen schmalen Streifen um, der das komplette Dokument auf einen Blick zeigt. Natürlich können Sie in dieser Ansicht Ihren Text nicht mehr Wort für Wort lesen, aber Sie erkennen dennoch auf einen Blick, wo sich z.B. Kapitelüberschriften oder Absatzumbrüche befinden. Per Doppelklick in den Text können Sie nun schnell an eine beliebige Stelle springen.

WriteMonkey MapJump

Der MapJump lässt sich übrigens wunderbar mit dem Segmentfokus kombinieren. Wenn Sie einen kompletten Roman in einem einzigen WriteMonkey-Dokument schreiben (was in der Praxis natürlich nicht unbedingt die beste Lösung wäre) und per Segmentfokus alles bis auf das Kapitel ausgeblendet haben, an dem Sie momentan schreiben, zeigt die MapJump-Ansicht auch wirklich nur dieses eine Kapitel.

EasyJumps

Bei EasyJumps handelt es sich um das oben bereits erwähnte neue PlugIn, das das bisherige Sprünge-Fenster ergänzt bzw. für viele Anwender sogar ganz ablösen wird.

Während es sich beim klassischen „Sprünge-Fenster“ (das es natürlich weiterhin gibt) um ein echtes Windows-Fenster mit Rahmen und Button zum Schließen handelte, ist EasyJumps ein kleines blaues Fenster neben dem Text, das Sie beliebig verschieben und durch einen Doppelklick in die Überschriftenzeile jederzeit auf Symbolgröße verkleinern können.

Standardmäßig zeigt EasyJumps Ihnen die Überschriften der Kapitel oder Abschnitte innerhalb Ihres Textes, die Sie mit # bzw. ## markiert haben (siehe Screenshot).

Screenshot WriteMonkey

Das Fenster arbeitet dabei interaktiv. Das bedeutet: Wenn Sie eine neue Überschrift hinzufügen oder eine bestehende abändern, wird dies automatisch in der Liste aktualisiert, sobald Sie mit dem Cursor die jeweilige Zeile verlassen.

Auf diese Weise können Sie jederzeit schnell zwischen den einzelnen Kapiteln oder Abschnitten Ihres Texts hin und her navigieren, ohne lange hoch und runter scrollen zu müssen.

Auch wenn das klassische Sprünge-Fenster vom Funktionsumfang her naürlich deutlich leistungsfähiger als das kompakte EasyJumps ist, dürfte man es dennoch mit EasyJumps wesentlich seltener als bisher benötigen.

ScratchPad

Das letzte neue Plugin befindet sich noch im Beta-Stadium, wirkt aber jetzt bereits äußerst vielversprechend: Mit ScratchPad können Sie strukturierte Notizen á la ResophNotes in Ihrem WriteMonkey-Dokument hinterlegen.

Eine ausführliche Beschreibung hierzu finden Sie auf der Seite des Plugins: http://writemonkey.com/scratch_pad.php

Auch wenn ich dieses Feature, da es sich noch in einem relativ frühen Stadium befindet, noch nicht unbedingt für kritische und wichtige Daten und Projekte verwenden würde, kann man dennoch das Potential der neuen Funktion schon jetzt gut erkennen. Ich gehe davon aus, dass spätestens mit WriteMonkey 2.7 die finale Version von ScratchPad erhältlich sein wird.

Fazit

Mit den neuen Plugins und der verbesserten API ist das beste Zenware-Schreibprogramm noch einmal besser geworden. Wer bisher noch keinen Lizenzschlüssel hat, sollte mittlerweile wirklich zugreifen und durch eine kleine Spende an den Entwickler auch die Premium-Features von WriteMonkey freischalten.

Sobald man seinen Lizenzkey freigeschaltet hat, kann man sich unter http://writemonkey.com/plugins.php die passenden Plugins für WriteMonkey aussuchen und kostenlos herunterladen.

Sie finden die aktuelle Version von WriteMonkey unter http://writemonkey.com/__files/wm2603.zip.


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Mobiles Arbeiten mit Dropbox, JotterPad und Swype

Allzeit bereit mit Android?

Ist es möglich, unterwegs mit einem einfachen Tablet oder gar mit einem Smartphone sinnvoll an seinem Roman oder Sachbuch zu arbeiten? Hätte man mich das vor einigen Monaten gefragt, wäre die Antwort zweifellos Nein gewesen. Jedenfalls solange die Betonung auf sinnvoll liegt.

Dabei ist der Gedanke doch so schön. Smartphone und Tablet sind klein und handlich, so dass man sie immer dabei haben kann. Sie müssen nicht wie ein Laptop jedesmal erst hochgefahren werden, sondern sind rund um die Uhr im Standby und mit einem Knopfdruck sofort einsatzbereit. Der Touchscreen ermöglicht eine komfortable Bedienung und durch WLAN und Telefonkarte hat man stets Zugriff auf all seine Daten und ist mit seinen anderen Geräten wie PC oder Laptop vernetzt.

Das war für mich der Hauptgrund, mir fürs mobile Schreiben auch noch ein „Galaxy Tab 2″ von Samsung (3G-Version) zu holen. Die Erwartungen waren relativ hoch – schließlich sollte der 7″-Bildschirm ein flüssigeres Schreiben als das mit 4,3“ doch relativ kleine Display meines Smartphones ermöglichen. Die Ergebnisse waren anfangs jedoch eher ernüchternd.

Schreiben mit angezogener Handbremse „dank“ Bildschirm-Tastatur?

Dem sinnvollen Arbeiten mit den Android-Geräten standen dabei vor allem zwei Punkte im Weg: die Tastatur und die Synchronisation der Daten.

Zum einen finde ich, dass man mit einer normalen Bildschirmtastatur nicht gut tippen kann – und schon gar nicht schnell. Selbst auf der Bildschirmtastatur eines großen Tablets mit 10-Zoll-Display im Querformat kann man nicht wie auf einer klassischen Tastatur im 10-Finger-System schreiben, da man auf den virtuellen Tasten sehr leicht mit den Fingern verrutscht und zudem keinen richtigen Druckpunkt hat. Also tippt man doch wieder mit zwei Fingern, obwohl man es doch eigentlich besser kann. Spaß macht das nicht und man fühlt sich ausgebremst, da die Finger nie mit der Geschwindigkeit der Gedanken mithalten können.

Der zweite Nachteil ist, dass die meisten Schreibprogramme für Tablets und Smartphones ihre Daten lokal auf dem Gerät abspeichern und man diese erst zur weiteren Bearbeitung aufwändig auf den PC überspielen muss. Was nützt es mir, wenn Programme wie „Writer“ für Android eine ablenkungsfreie Schreibumgebung mit Live-Wordcount bieten, alle Texte aber in einem lokalen Verzeichnis auf dem Smartphone/Tablet ablegen, so dass ich diese erst per Mail oder gar per Kabel manuell auf den PC senden muss?

Als Kompromiss versuchte ich es mit Evernote und einer externen Bluetooth-Tastatur. Die Android-Version von Evernote synchronisiert sich zwar sauber mit dem PC und zeigt sogar die Anzahl der Wörter pro Notiz an, aber aufgrund seiner Datenstruktur, die alle Notizen nur mit Schlagworten versehen an der Zeitachse anheftet, ist es für das Schreiben von Büchern nicht gerade optimal geeignet.

Auch die Bluetooth-Tastatur war in der Praxis nicht mehr als ein Kompromiss. Zwar kann man damit fast so flüssig tippen wie mit einer großen PC-Tastatur, aber dafür hat man nochmal ein zusätzliches Gerät, das man zusätzlich zum Tablet auch noch mit sich herumschleppen muss, um unterwegs schreiben zu können. Der größte Vorteil eines Smartphones oder Tablets – nämlich dass es klein und handlich ist – geht dadurch flöten.

Da greift man dann doch lieber wieder zu Papier und Stift und lässt den Tablet-PC zum Schreiben links liegen.

Drei Tools für ein Hallelujah

Aus heutiger Sicht fällt meine Antwort allerdings anders aus. „Schuld daran“ ist die Kombination aus drei Programmen: JotterPad, Dropbox und Swype.

JotterPad ist ein Schreibprogramm aus dem Google Play Store, das selbst in der kostenlosen Standard-Version alle anderen kostenlosen Schreibprogramme für Android weit in den Schatten stellt.

Das Schöne an JotterPad ist, dass man damit die Texte nicht nur lokal auf dem Smartphone oder Tablet, sondern auf Wunsch (Internetverbindung per WLAN oder SIM-Karte vorausgesetzt) auch direkt in Dropbox speichern kann, so dass diese anschließend automatisch mit dem PC oder Laptop synchronisiert werden.

Die einzelnen Texte können dabei wahlweise als reiner Text oder im Markdown-Format angelegt werden. Das Markdown-Format ermöglicht es Ihnen, in Ihrem Text Formatierungen wie fett, kursiv, unterstrichen, Überschriften etc. zu verwenden.

Gerade diese Möglichkeit macht JotterPad so praktisch. Denn die unter Android mit Draft erstellten und via Dropbox automatisch auf den PC überspielten Texte lassen sich dort perfekt mit meinem Lieblings-Zenware-Schreibprogramm WriteMonkey weiter bearbeiten.

Wischen statt Schreiben

Dich selbst die perfekte Symbiose aus Dropbox und JotterPad macht ein Android-Tablet noch nicht zur perfekten Schreibmaschine. Denn es bleibt immer noch das Manko der Android-Bildschirmtastatur, die zum schnellen Schreiben absolut nicht geeignet ist.

Und damit kommen wir zum dritten und entscheidenden Baustein – der Swype-Tastatur. Dabei handelt es sich um eine weitere App aus dem Google Play Store, die zur Zeit noch für günstige 1,11 € angeboten wird, aber locker das zehnfache wert wäre.

Swype ersetzt die normale Android-Tastatur. Mit Swype können Sie natürlich weiterhin wie gewohnt Buchstabe für Buchstabe tippen, doch das werden Sie in der Praxis kaum noch machen, sobald Sie sich erstmal ab Swype gewöhnt haben. Mit Swype sind Sie wesentlich schneller, da Sie Wörter einfach mit Wischbewegungen eingeben können.

Dazu setzen Sie einfach den Finger auf den ersten Buchstaben des Wortes und bewegen ihn, ohne ihn von Bildschirm zu nehmen, in einer fließenden Bewegung über alle Buchstaben des Wortes. Das geht wesentlich schneller, als die einzelnen Buchstaben anzutippen – und die Erkennungsgenauigkeit von Swype ist von Anfang an beeindruckend. Selbst wenn Sie auf einen kleinen Bildschirm wie dem eines Smartphones mal nicht jeden Buchstaben exakt erwischen, ist das nicht tragisch. Swype erkennt trotzdem, was Sie schreiben wollten. Es ist beeindruckend zu erleben, wie schnell sich Swype dabei an Ihr Vokabular und Ihren Schreibstil gewöhnt.

Geübte Schreiber kommen mit Swype auf bis zu 55 Wörter pro Minute – das wären mehr als zehn Buchseiten in der Stunde. Natürlich ist das nur ein theoretischer Wert, den man in der Praxis nie erreichen dürfte – schließlich muss man sich die Formulierungen ja auch noch zurecht legen. Was ich damit sagen will ist lediglich, dass mit Swype die Tastatur nicht mehr das Nadelöhr darstellt.

Ach ja, auch dazu noch ein Tipp: Stellen Sie die Optik von Swype auf „Mitternacht“ oder „Quecksilber“ ein, da hier die „Zweitbelegungen“ der Tasten, die durch einen längeren Druck auf die jeweilige Taste aufgerufen werden können, durch die kontrastreichere Farbwahl wesentlich besser lesbar sind. So können Sie Sonderzeichen wie Anführzungszeichen, Bindestrich oder Ausführungszeichen wesentlich schneller eingeben, als wenn Sie dafür auf eine zweite oder gar dritte Tastaturansicht umschalten müssten.

Lobenswerterweise passt sich das Tastaturlayout von Swype an den zur Verfügung stehenden Platz an. Während sich Swype auf kleinen Handy-Displays auf die eigentliche Schreibmaschinen-Tastatur mit wenigen Sondertasten beschränkt, werden auf Tablets automatisch weitere Tasten (z.B. für die rasche Umschaltung auf einen 10er-Block mit Cursortasten) zugeschaltet.

Swype oder SwiftKey?

Oft wird auch das kostenlose SwiftKey als Alternative zu Swype empfohlen. Ich habe beide Tools im Praxistest miteinander verglichen und finde Swype wesentlich besser als das deutlich teurere SwiftKey. Swype ist präziser, hat ein editierbares Benutzer-Wörterbuch und ermöglicht es im Gegensatz zu SwiftKey, falsch erkannte Wörter auch im Nachhinein noch rasch zu korrigieren, indem man sie einfach antippt und die richtige Version aus den vorgeschlagenen Alternativen auswählt.

Der Vorteil von Swype gegenüber SwiftKey für Schriftsteller liegt in der unterschiedlichen Philosophie beider Programme: Swype hat von Anfang an auf die Wisch-Technologie gesetzt und übernimmt daher, nachdem man ein Wort mit „Wischen“ eingegeben hat, die aus seiner Sicht wahrscheinlichste Alternative in den Text, während weitere, ebenfalls wahrscheinliche Wortvorschläge oberhalb der Tastatur eingeblendet werden.

Hat Swype also einmal falsche Rückschlüsse gezogen, genügt meist ein Fingertipp auf das richtige Wort, um den Erkennungsfehler sofort zu korrigieren. Selbst wenn einem ein Fehler erst wesentlich später auffällt, genügt es, das falsche Wort anzutippen, um eine Vorschlagsliste einzublenden, was man stattdessen gemeint haben könnte, und dann das richtige Wort einfach anzutippen.

Dafür ist es allerdings so, dass Swype das nächste Wort im Text nur dann einblendet, wenn man das richtig erkannte (und somit optisch hervorgehobene) Wort in der Liste der Wortvorschläge durch antippen akzeptiert. Außer beim Schreiben von Kurznachrichten oder Mails, in denen sich bestimmte Wortfolgen recht häufig wiederholen, nutze ich diese Funktion aber relativ selten.

SwiftKey hat im Gegensatz zu Swype als „normale“ Tastatur für Android begonnen und die Wisch-Funktion erst in einer späteren Version als zusätzliches Feature spendiert bekommen. Dadurch ist diese Eingabemethode nicht so nahtlos in das Programm integriert wie bei Swype.

Die Stärken von SwiftKey liegen in der normalen Eingabe: Man tippt die ersten Buchstaben eines Worts und SwiftKey schlägt anhand dessen, was es über den eigenen Wortschatz und Schreibstil gelernt hat, die wahrscheinlichsten Wörter vor, die man meinen könnte. Sobald das gewünschte Wort in der Vorschlagsliste auftaucht, wählt man es per Fingertipp aus. Dann schlägt SwiftKey automatisch die Wörter vor, die man besonders häufig nach diesem Wort bzw. den zuletzt getippten Wörtern schreib. Schreibe ich z.B. „Ich habe“, schlägt SwiftKey Wörter wie „heute“, „keine“ oder „gerade“ vor. Ist einer der Wortvorschläge richtig, brauche ich ihn nur noch anzutippen und SwiftKey schlägt sofort vor, wie es im Text weitergehen könnte.

Diese Art der Eingabe hat man mit Swype allerdings auch – und ich konnte bisher nicht feststellen, dass die Wortvorschläge von SwiftKey besser als die von Swype wären. Das mag natürlich auch daran liegen, dass ich Swype bereits länger und auch häufiger als SwiftKey verwende – aber ich sehe beide Programme hier ungefähr gleichauf liegen.

Fakt ist also, dass Swype unterm Strich klar gewinnt, da die Korrektur von falsch erkannten Wischeingaben bei SwiftKey wesentlich umständlicher und zeitaufwändiger ist. Und die Wischmethode sollte für Schriftsteller die erste Wahl bei der Texteingabe sein.

Denn ganz ehrlich: Selbst wenn ein Wortvorschlag passen sollte, führt das Akzeptieren von automatischen Wortvorschlägen beim Schreiben kreativer Texte wie Romane oder Sachbücher doch dazu, dass man automatisch immer wieder dieselben Formulierungen verwendet. Für Mails oder Kurznachrichten ist das akzeptabel oder sogar produktiv, doch für Autoren ist es eine äußerst gefährliche Krücke.

Benutzen Sie daher als Eingabemethode lieber die Wischmethode – und die ist bei Swype wesentlich ausgereifter und besser implementiert als bei SwiftKey.

Fazit: Auch wenn die Kombination aus JotterPadDropbox und Swype natürlich kein Ersatz für Scrivener ist, das von Funktionsumfang her in einer ganz anderen Liga spielt (aber leider bisher nicht für Tablets erhältlich ist), hat man so doch eine komfortable und schnelle Reiseschreibmaschine.

Seit ich JotterPad benutze, schreibe ich des öfteren auch mal abends in der Couch beim Fernsehen an einem meiner Artikel weiter, wenn mal eine langweilige Passage oder eine Werbeunterbrechung kommt.

Das ist natürlich nicht so effektiv wie ungestörtes Schreiben am PC, aber gegen zwei bis drei Seiten während eines langweiligen Films, die man sonst nicht geschrieben hätte, ist schließlich auch nichts zu sagen.

Ein gewaltiger Vorteil ist, dass das Schreiben an Handy oder Smartphone gerade durch JotterPad keine „Insellösung“ mehr ist, sondern sich nahtlos in den „Workflow“ des Autors einbinden lässt. So kann ich tagsüber auf dem Handy ein paar Notizen für einen Blogpost oder Artikel in JotterPad festhalten, diese (dank der automatischen Synchronisierung über Dropbox) abends in der Couch mit meinem Tablet zu einem ersten Rohentwurf des Artikels erweitern und am nächsten Morgen ganz komfortabel am PC mit WriteMonkey ausfeilen und fertigstellen.

Lassen Sie es einfach mal auf einen Versuch ankommen, falls auch Sie ein Smartphone und/oder Tablet haben. Dropbox ist in der für unsere Zwecke ausreichenden Basisversion kostenlos und die Kombination aus JotterPad (in der Standard-Version kostenlos) und Swype (1,11 €) kostet weniger als ein Kaffee bei Starbucks.


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