Patchwork-Tutorial: Die Timeline I

Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkPatchworks Timeline ist ein mächtiges Instrument. Sie kann sowohl während des Plottens, dann natürlich während des Schreibens selbst genutzt, als auch nachträglich zugewiesen werden. Szenen müssen noch keinen Text enthalten, trotzdem kann man aber mit sogenannten Clips die Struktur des Projekts modellieren.

Weil das Thema für einen Artikel zu umfangreich ist, beschäftigen wir uns in diesem hier mit Grundwissen, die Plot-Schiene heben wir uns für das nächste Mal auf.

Auffallend ist die Anordnung. Im Gegensatz zu Filmschnitt- und Vertonungssoftware ist die Timeline nicht horizontal. Warum? Weil es absolut keinen Sinn macht, im Echtzeitabstand Knöllchen auf einer Linie zu verteilen, von denen man aber nicht weiß, was sie bedeuten. Dafür müsste man ganz tief hineinzoomen, bis man eine Szenenbezeichnung lesen kann, verliert dann aber dafür den Überblick.

Screenshot Patchwork

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Deshalb ist Patchworks Timeline vertikal: So kann man die Szenentitel (1) lesen – zumindest deren Anfang – und hat nebeneinander eine beliebige Anzahl an Erzählsträngen (2).

Wir zäumen nun zum besseren Verständnis das Pferd von hinten auf: zuerst das Ergebnis und später, wie man zu den Daten gelangt.

Den Rahmen der Timeline bilden Start- und Enddatum (3), die jederzeit verändert werden können. Schreibt man eine vorchristliche Geschichte, so wird die Jahreszahl mit einem Minus davor angegeben (13.4.-127); doch Achtung, in diesem Fall ist das Jahres-Von optisch größer als das –Bis: -129 bis -114. Zugang zu diesem Datum erhält man über die Schaltfläche (4), über die man auch Spaltenbreite und Kalendeauswahl erfolgen. Über die Schaltfläche (5) gelangt man zum Kalenderdesigner, wo man nach Herzenslust eigene Fantasy-Kalender entwerfen kann.  Innerhalb des Start- und Enddatums wird pro Tag eine Zeile erzeugt (6), wobei Samstage und Sonntage anders eingefärbt sind, um ein besseres Gefühl für den zeitlichen Rhythmus zu haben. Tage, an denen keine Szenen angesiedelt sind, werden grau dargestellt. Übrigens für die Fans individueller Kalender: Im Kalenderdesigner kann man auch die tagesfarben selbst festlegen. So ist ein blauer Montag kein Hindernis.

Finden an einem Tag mehrere Szenen zu unterschiedlichen Zeiten statt, so werden die weiteren in Unterknoten bei diesem Tag untergebracht. Diese Unterknoten kann man alle auf einmal mit (7) oder einzeln mit dem [+]- oder [-]–Symbol am Zeilenanfang auf- oder zuklappen.

In den allgemeinen Einstellungen (Hauptmenü › ‚Bearbeiten‘ › ‚Einstellungen‘ › Bereich ‚Timeline‘ › Max. Leertage zwischen Szenen) kann man angeben, ab wievielen Tagen nicht mit Szenen belegte Tage ausgeblendet werden – Standard sind zehn. Solche Zeitklüfte sind durch ins Dunklere gehende Drei-Zeilen-Blöcke gekennzeichnet, in deren mittlerem die Dauer ausgegeben wird. Hier: ›dazwischen: 1 Mo 29 Tage‹ Durch diese Maßnahme entfällt ein lästiges Zoomen. Mit der Schaltfläche (8) kann man diese Tage dazwischen aufklappen, um ein besseres Zeitgefühl zu erhalten.

Die Uhrzeit einer Szene wird in der Spalte ›von – bis‹ dargestellt. Neben der numerischen Zeitangabe wird der Zeitraum weiß hervorgehoben, wodurch man auf einen Blick sieht, zu welcher Tageszeit die Szene handelt. Ganztägige Szenen sind demnach ganz weiß und durch das Symbol < ··· > ausgewiesen.

Hat man während der Geschichte Ereignisse, die einfach stattfinden, aber mit keinem Erzählstrang zu tun haben, kann man über die beiden Schaltflächen (10) Events erfassen (rechter Knopf) bzw. in voller Breite anzeigen lassen (linker Knopf). Ist die Anzeige deaktiviert, wird das Vorhandensein von Events trotzdem optisch in einem schmalen Balken angedeutet (11).

Nun noch zu den Symbolen vor den Szenentiteln (12), den blauen Blöcken, die Szenen repräsentieren. Die ersten Pfeilchen zeigen die horizontale Tiefe an, also z.B. Kapitel, Unterkapitel und so weiter und zwar nicht nach Umbruchsart, sondern nach horizontaler Tiefe, so, wie Sie sie links in der Kapitelübersicht angelegt haben: je tiefer, desto mehr.

Rechts daneben können eventuell drei unterschiedliche Symbole auftauchen: » | «. Damit sind Szenen versehen, die länger als einen Tag dauern und es bedeuten: »: an diesem Tag beginnt die Szene, |: während dieses ganzen Tags dauert die Szene an und «: an diesem Tag endet die Szene.

Wie für Events gibt es auch für Schauplätze eine eigene Spalte, die man mit (13) öffnen kann. Dabei handelt es sich um die Schauplätze, die man den Szenenrequisiten zugeordnet hat.

Mit (14) kann man Szenen von der Aufnahme in die Timeline ausnehmen. Der Zustand Schaltfläche ((nicht) gedrückt) ist also immer auf die gerade aktulle Szene bezogen. Die Szene wiederum ist die Zelle und nicht die ganze Zeile, da ja in einer Zeile, wenn die Uhrzeit dieselbe ist, durchaus mehrere Szenen angesiedelt sein können, siehe 29.11.1962.

Steht ein genügend großer Monitor zur Verfügung, kann man die Timeline in ein separates Fenster abkoppeln (15). Dann kann man den Text und die Timeline gleichzeitig sehen. Doch auch wenn der Platz nicht ausreicht, kann man zugleich Text und Pitch sehen – mit ausgeklapptem Datumspflücker (16). Zu dem kommen wir gleich.

Wenn Sie mit Patchwork neu beginnen oder ein neues Projekt anlegt haben und im Text arbeiten (Reiter ›Text und Zubehör‹), steht anstelle der Felder im hier rot umrahmten Bereich (1) noch einer der folgenden Hinweise:

Timelines nicht aktiviert. Klick › zu Einstellungen. Damit wird mitgeteilt, dass Timelines bei Ihnen generell noch nicht aktiviert wurden. Bitte draufklicken und sich führen lassen.

Keine Timeline vorhanden. Klick › Timeline anlegen. Die Meldung kann gleich nach der Anlage eines neuen Projekts kommen, bzw. wenn zu dem Projekt noch keine Timeline aktiviert wurde. Ebenfalls einfach draufklicken. Dann können Sie auswählen, welchen Kalender Sie möchten und einen groben Zeitrahmen für die Geschichte angeben.

Sind diese beiden Sachen geklärt, dann taucht das hier abgebildete Szenarium auf (links oben).

Screenshot PatchworkUnter Strang (rechts neben (1)) wählen Sie – wenn es bereits mehrere gibt – den passenden Erzählstrang für die gerade aktuelle Szene aus. Jeder Erzählstrang bekommt in der Timeline seine eigene Spalte ((2) im ersten Bild). Über (4) können Sie weitere Stränge hinzufügen. Verwalten (löschen, umbenennen) können Sie Stränge über (5), wodurch Sie in das Fenster (5) gelangen. Dort sind alle Schaltflächen selbsterklärend außer (7): Mit Aktivierung dieser Schaltfläche werden links in der Kapitelübersicht all die Szenen hervorgehoben, die demselben Strang zugehören wie die gerade aktuelle. Dasselbe können Sie auch erreichen, indem Sie auf (3) klicken.

Eine Szene nicht an die Timeline übergeben können Sie über (2), das dann rot wird und zum Datumspflücker (8) gelangen Sie über (6).

Der Datumspflücker (8) ermöglicht eine sehr schnelle Eingabe von Datum und Zeit. Der in ihm zur Verfügung gestellte Zeitrahmen bildet den Zeitraum ab, den Sie in der Timeline definiert haben. Der Inhalt wird natürlich anders aussehen, wenn Sie einen eigenen Kalender erstellt haben.

Die Auswahl von Datum und Zeit geschieht von links nach rechts: In jeder Spalte auf das Zutreffende klicken und der Szene zuweisen, indem Sie in der rechtesten Spalte doppelklicken. Dabei muss diese rechteste aber nicht die Minutenspalte sein, sondern die, die für Ihren Zeitraum zur Szene passt. Der (detaillierte) Rest wird aus den Minimal-Maximal-Werten der kleineren Einheiten automatisch gebildet. Bei dem angezeigten Beispiel bedeutet das bei Doppelklick auf:

  1. 1962: vom 1.1.1962 00:00 bis zum 31.12.1962 23:59
  2. · · › Januar: vom 1.1.1962 00:00 bis zum 31.1.1962 23:59
  3. · · › · · · › 1: vom 1.1.1962 00:00 bis zum 1.1.1962 23:59
  4. · · › · · · › · · · › 0: vom 1.1.1962 00:00 bis zum 1.1.1962 00:59
  5. Klicken Sie hingegen auf einen der Fünf-Minuten-Sprünge in der Spalte ganz rechts, dann erhalten Sie die detaillierteste Eingrenzung. Und zwar dieselbe wie unter 4., hingegen ab der gewählten Minute in Länge des Wertes, der direkt darunter, bereits im grauen Bereich, angegeben ist: also 15 Minuten. Bei Doppelklick auf 55: vom 1.1.1962 00:55 bis zum 1.1.1962 01:10

Über den grauen Winkel rechts unten kommen Sie zu noch ein paar Optionen.

Dort, wo von Haus aus 15″ steht (9), können Sie die üblichste Dauer einer Szene angeben, die dann zum Tragen kommt, wenn Sie auf die Spalte ›Min‹ doppelklicken. Klicken Sie übrigens auf (9), dann können Sie diese Standardzeit ändern (siehe Beispiel 5 oben). Über das Fragezeichen gibt es eine kurze Info.

Das Dreieck (10) ist nur dann aktiv (schwarz), wenn Sie nicht im Reiter ›Text und Zubehör‹, sondern im Reiter ›Timeline‹ stehen. Mit ihm können Sie den Datumsplücker nach rechts ausklappen und sehen dort dann auch Text und Pitch der gerade aktuellen Szene.

Ein Klick auf (11) bewirkt, dass Datum und Uhrzeit der aktuellen Szene hierher in den Datumspflücker übernommen werden. Das ist, wenn dieser Knopf (12) aktiv ist, automatisch der Fall, wenn man in der Kapitelübersicht oder der Timeline die Szene wechselt.

Mit der Schaltfläche (13) werden Datum und Zeit der aktuellen Szene direkt an die von der vorhergehenden Szene angehängt.

Wenn ein Doppelklick auf die Spalte ›Min‹ für die Dauer einer Szene unpassend ist, weil sie kürzer oder länger dauert als der unter (9) angegebene Zeitraum, können Sie über [Dauer] (14) eine individuelle Dauer wählen. In diesem Fall nirgends ein Doppelklick zur Übernahme, sondern den grünen Haken rechts wählen um Datum und Dauer an die Szene zu übergeben.

Sie sehen, dass Sie mit der Timeline ein Werkzeug an die Hand bekommen, das Ihnen einerseits eine optimale Sicht auf die zeitlichen Zusammenhänge Ihres Werks gibt und das zugleich die dafür nötigen Eingaben optimiert.

Im nächsten Tutorial erfahren Sie, wie Sie bei Patchwork die Timeline zum Plotten nutzen können.

Viel Spaß beim Gestalten des Zeitgeschehens Ihrer Werke!

Link zum Video

Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Mit Patchwork Freundschaft schließen

Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkDieses Tutorial unterstützt Sie dabei, Patchwork kennenzulernen, während Sie zurückgelehnt ein Glas Wein trinken – oder Kaffee oder Tee.

Im Gegensatz zu sogenannten Volltextprogrammen wie Word, Open Office, Libre Office, Papyrus und TextMaker hält Patchwork Ihre Werke in kleinen Häppchen vor. Unter anderem deshalb auch der Name Patchwork.

Hier sehen Sie links das bekannte Volltextprogramm Word und rechts daneben Patchwork. Ich verwende im Folgenden ‚die Words‘ als Synonym für die oben genannten Volltextprogramme, denn sie ähneln einander.

(Klick auf das Bild, um es zu vergrößern)

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Bei beiden Programmen ist der Text (1) der Mittelpunkt des Geschehens. Jeweils auf der linken Seite ein Navigator (2), mit dem man durch die Szenen springen kann. Bei den Words und bei Patchwork lassen sich gleichermaßen im Navigator Kapitel mit der Maus anfassen und an einen anderen Ort verschieben.

Doch bereits ab hier driften die Philosophien auseinander. Während bei den Words der Navigator hauptsächlich der Übersicht dient, zeigt er bei Patchwork auch noch auf detailliertere Einheiten: auf Szenen; denn ein Kapitel – oder Unterkapitel – kann aus feineren Segmenten bestehen.

Bei den Words ist ein Kapitel eine Anzahl Absätze, die durch Überschriften Struktur erhalten. Bei Patchwork steckt hinter jedem Navigatoreintrag ein eigener Container. Dieser Ordner enthält zum Einen als eigenes Dokument den Szenentext (Der Vorteil daraus am Rande: Patchwork ist es egal, wie groß ein Projekt ist. Man kann also auch eine ganze Reihe in einem Projekt beheimaten, was viele Vorteile hat), aber es ist auch Refugium für die ganze Menge weiterer Ingredienzien (3), die zu diesen Teilen einer Geschichte gehören: Figuren, Schauplätze und herausragende Gegenstände, Notizen, Bilder, Recherchedaten (alle zusammen kurz als ‚Requisiten‘ bezeichnet) und verschiedene Kennzeichen: Überarbeitungsstatus, die Perspektive, in der die Szene gehalten ist – sogar den Kamerastandpunkt kann man einstellen – die Art der Szene (die dann die Spannungskurve ergibt) und Kennzeichen zu Besonderheiten. Auch können Sie Szenen individuelle Kennzeichen zuweisen.

Zu einer Szene kann es sogar ein eigenes Brainstorming geben, was bei Schreibblockaden hilfreich ist (Näheres dazu im Tutorial 3 – Patchwork-Einstieg 2: Kreativer Projektstart).

Bei einer Szene kann man auch angeben, an welchem Tag und zu welcher Zeit sie spielt. Das schlägt sich dann in einer Timeline nieder. Der Zeitrahmen der Geschichte kann übrigens sogar im vorchristlichen Bereich liegen (Minus-Jahreszahlen) und man kann eigene Fantasy-Kalender entwerfen.

Schließlich kann man sich pro Szene anzeigen lassen, wieviele Zeichen, Wörter und Seiten lang sie ist. Übergeordnete Elemente beinhalten die Summe ihrer Kinder, wodurch man sowohl die Anzahl pro Szene sieht als auch die Summen in den höherrangigen Kapiteln. Das ist praktisch, wenn man auf ein vorgegebenes Ziel hinschreibt. Die verschiedene Szeneninformationen (4) kann man in den Einstellungen zu- und wegschalten.

Im Videoclip (Link am Ende des Artikels) wird nun beschrieben, wie wir zu unserem ersten Text, den Sie im nächsten Bild sehen, gelangen.

Sehen wir uns beim folgenden Bild den linken Bereich an. Wir können schnell den Doppelzweck davon ausmachen: die Reiter ‚Kapitelübersicht‘ und ‚Requisiten‘ (1) bieten alternativ zwei Informationspools an. Wer einen großen (oder zweiten) Monitor besitzt, kann per Mausklick auf den Reiter mit gedrückter [Strg]-Taste die Requisiten in ein eigenes Fenster auslagern.

(Klick auf das Bild, um es zu vergrößern)

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Damit sind wir bei der Aorta unserer Werke gelandet: Requisiten und deren Integrierung in die Geschichte. Wir wählen die Requisitenart (Figur, Schauplatz, Gegenstand) Figur aus (2). Wir legen eine Figur nach der anderen an und zwar alle, die in der Geschichte vorkommen (3). Das kann natürlich auch während des Schreibens geschehen, je nachdem ob man Planer oder Bauchschreiber ist.

Wir erfassen die notwendigen Informationen wie Name (übrigens: über das Kontextmenü, also rechte Maustaste in der Figurenliste, kann man den Namensgenerator mit Zigtausend Vorschlägen aus aller Herren Länder befragen), Alternativname und Bemerkung, um uns dann den Details (4) zuzuwenden: fünf Reiter gliedern die Informationen in eine Figurenbeschreibung (Erscheinung, Auftreten usw.), die Biografie, freie Notizen und die Entwicklung, die diese Figur im Laufe der Geschichte durchmacht. Im letzten Reiter können wir bis zu 7 Bilder hinterlegen. Wer es ganz genau möchte, was wenigstens für die Protagonisten empfehlenswert ist, begibt sich ins Figurenblatt (5), um dort mit knapp 300 Fragen die jeweilige Figur wie in einem Interview näher kennenzulernen.

Zieht man Figuren aus der Liste links mit der Maus zu den Szenenrequisiten rechts (6), so wird automatisch bei der Szene angezeigt, wer bei gewählter Ich- und der personalen Perspektive der Hauptakteur ist, also der Perspektivträger: es ist bei mehreren Figuren in der Szene immer die oberste; die Reihenfolge lässt sich per Drag&Drop verändern. Will man Figuren automatisch in die Szenenrequisiten übernehmen, aktiviert man den Figurenschnüffler (10), der die vorhandenen Figuren im Text sucht und zum Eintrag in die Szenenrequisiten gleich vorschlägt.

Über die Schaltfläche (7) kann man die Figuren hervorheben lassen. Aktiviert man auch noch die Schaltfläche (9), so wird immer diejenige Figur links in den Vordergrund geholt, die sich im Text unter dem Mauszeiger befindet.

Es gibt zu Patchwork noch eine Menge zu erzählen, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Für Vieles gibt es hier auch Artikel beziehungsweise auf der Patchworkseite Video-Clips. Heute wollten wir uns ja nur einmal mit Patchwork anfreunden.

Wenn Sie schnuppern möchten, was es noch alles gibt, empfehle ich Ihnen diese beiden Anlaufstellen:

  1. Tippen Sie [F1] für den Aufruf der Hilfe Dort wählen Sie links oben den zweiten Punkt ‚Themeneinstieg‘. Fahren Sie mit der Maus über die Bereiche, um sich über deren Aufgaben zu informieren oder klicken Sie darauf, wenn Sie Näheres erfahren möchten
  2. Nach einer Neuinstallation wird Patchwork im Minimalzustand gestartet, um den Neueinsteiger nicht mit seiner Vielfalt zu verwirren. Sie können nun nach Ihrem Gutdünken bis zu 22 weitere, teils umfassende Features zuschalten. Begeben Sie sich dafür in die Einstellungen (Hauptmenü > ‚Bearbeiten‘ > ‚Einstellungen‘ oder der rechteste Knopf in der Werkzeugleiste). Gleich der oberste Abschnitt bietet diese Zusatzoptionen an. Neben jeder der Kurzbeschreibungen können Sie auf [mehr] klicken und so zu einer ausführlichenBeschreibung gelangen

Screenshot 3Wir hoffen, Ihnen mit diesem kurzen Abriss den Mund wässrig zu machen – wenn Sie Patchwork noch nicht kennen – oder den Einstieg zu erleichtern, wenn Sie gerade Ihr Patchwork-Debüt feiern.

Link zum Video

Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Recherche, Teil 2: Internetrecherche

 Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkWährend wir uns bei unserem ersten Recherche-Tutorial grob mit der Thematik Recherche in Patchwork beschäftigt haben, geht es nun in die Tiefe. Genauer: in die Recherche im Internet und das Sammeln der dort gefundenen Informationen.

Die bekannten Speichermöglichkeiten

Wie speichert man Informationen aus dem Internet? Dafür gibt es drei gängige Methoden:

  1. Seite als HTML-Seite speichern
    Diese Variante ist die umständlichste: Die Seite selbst wird als reine HTML-Seite gespeichert. Für Bilder wird am Speicherort ein eigener Ordner angelegt, worin diese abgelegt werden. Umständlich und unhandlich.
  2. Seite als MHT-Datei speichern
    Voraussetzung ist die Installation von Plug-ins in dem jeweiligen Browser. Diese Möglichkeit ist bereits fortschrittlicher, da der HTML-Inhalt inklusive der Bilder in einer einzigen Datei gesichert wird. Nachteil: Sämtliche Menüs, Werbebanner und weitere unnötige Informationen werden ebenfalls mitgenommen; das kann oft ein Vielfaches der gewünschten Recherchedaten ausmachen. Einen weiteren Nachteil entdeckt man darin, dass man einen Browser braucht, um die Datei anzuzeigen. Das wiederum bedeutet Ladezeit.
  3. Seite als PDF-Datei speichern
    Das scheint auf den ersten Blick ideal zu sein. Wer es schon gemacht hat, wird aber die Tücken bereits kennengelernt haben. Abgesehen von demselben Effekt wie bei den beiden anderen Varianten – man hat keine Wahl, was man übernimmt, also ist alles dabei – kommt noch unangenehm dazu, dass sich mitunter entweder der gewollte Text seitenlang als schmaler, schwer lesbarer Streifen hinzieht, flankiert von Unmengen an Unnützem; oder dass ein Teil des Texts einfach abgeschnitten wird.

Patchworks Speicherlösung von Internet-Inhalten

Patchwork geht einen anderen Weg: Man wählt aus, was man möchte und setzt sich so mit wenigen Mausklicks einen individuellen Rechercheartikel zusammen. Zusatzbonus: spätere Volltextsuche.

Screenshot PatchworkVorgehensweise

Man sucht links im Organisationsbaum der Konzeptarbeit (brauner Koffer, projektbezogen) oder Allgemeinen Recherche (grüner Koffer, projektunabhängig) den Bereich, in dem man den zukünftigen Beitrag ablegen möchte. Eventuell muss man einen neuen Bereich schaffen. Man markiert also den Bereich, indem man einfach drarauf klickt.

Nun wählt man auf der Internetseite den gewünschten Ausschnitt mit der Maus aus – inklusive eventueller Bilder – speichert ihn in die Zwischenablage ([Strg+c] oder über das Kontextmenü) und klickt auf die Schaltfläche (1). Damit wird in dem links markierten Bereich des Organisationsbaums ein neuer Artikel angelegt (2) (in unserem konkreten Fall war vorher ‚Mensch und Natur‘ markiert). Patchwork stellt nun zwei Fragen:

  1. Will man die erste Zeile aus dem markierten Ausschnitt der Internetseite als Titel für den neuen Beitrag nehmen (2)? Wenn man bei der Auswahl des Texts auf der Internetseite bereits darauf geachtet hat, als ersten Absatz einen Überschriftsabsatz am Beginn auszuwählen, gibt es danach nichts mehr zu tippen.
  2. Soll die Internetadresse der Site zu dem Beitrag eingetragen werden (3)? Damit kann man später mit einem Mausklick zum Original gelangen

Nun ist der erste Teil bis zur rot gepunkteten Linie (4) übernommen.

Nicht selten will man aber weitere Bereiche einer Seite in denselben Artikel übernehmen. Dafür markiert man auf der Internetseite einen weiteren Ausschnitt, ebenfalls inklusive eventueller Bilder, kopiert ihn abermals in die Zwischenablage und klickt nun mit gedrückter [Strg]-Taste wieder auf die Schaltfläche (1). Damit wird der neue Text samt Bildern an den vorhandenen angehängt. Auf diese Weise kann man bei manchen Seiten einen eleganten Slalom zwischen all den Werbeinformationen laufen und sich die wirklichen Infos herauspicken.

Zwischen bestehendem und neuem Text werden automatisch sechs Striche (- – – – – -) eingefügt, die das Ende dieses Abschnitts markieren. Gleichzeitig dienen sie als Marker für einen neuen, eventuell folgenden Teil. Dieser Marker (6) ist es, der die Aufnahme der ihm folgenden Zeile in ein Inhaltsverzeichnis des Artikels auslöst. Das kann man später über die Schaltfläche (5) öffnen. Es handelt sich dabei um ein Sprungmenü; klickt man auf einen der Menüpunkte, springt Patchwork zu dem dazugehörenden Abschnitt.

Man kann also einen längeren Artikel mit dem Striche-Marker ganz einfach in mehrer Teile gliedern, die dann handlich über ein Menü erreicht werden.

Beiträge gliedern

Diese Absatzmarker kann man auch nachträglich einfügen, theoretisch auch manuell, aber besser mit der Schaltfläche (7). Dabei sollte man Folgendes beachten:

  • Der Ort, an dem man den Marker setzen lässt, sollte ausschließlich der Beginn eines Absatzes sein – also nicht irgendwo mitten im Text auf die Schaltfläche (7) klicken.
  • Mit Klick auf die Schaltfläche (7) wird man zur Eingabe einer Überschrift aufgefordert. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
    • Der darunterstehende Absatz ist ein längerer Text. In diesem Fall gibt man eine kurze Überschrift ein. Diese wird dann als fetter Überschrifts-Absatz unter dem Trenner, aber über dem folgenden Text eingefügt
    • Der darunterstehende Absatz ist bereits die neue Überschrift. Dann gibt man keinen Text ein und klickt bei leerem Eingabefeld auf [Ok]. Damit wird dieser folgende Absatz fett als Überschrift formatiert
  • Die Zusammenstellung des Überschriftenmenüs (5) erfolgt automatisch bei jeder Textänderung eines Beitrags, die mit dem Trenner (- – – – – -) zusammenhängt. Man kann also, wie bereits gesagt, Trenner auch manuell erfassen oder entfernen.
  • Die Überschriften in dem automatisch aufgrund der Trenner generierten Menüs entstammen immer dem Absatz, der dem Trenner folgt. Deshalb sollte man den Überschriftentext immer möglichst kurz halten.

Bilder

Bilder in der Web-Recherche werden gleich behandelt wie Bilder im Text eines Werks selbst: Mit der rechten Maustaste auf ein Bild geklickt, gelangt man in ein Fenster, in dem man diverse Parameter einstellen kann. Erwähnenswert der Wert ‚Relative Breite‘. Dabei handelt es sich um einen Prozentsatz, der die relative Breite des Bildes im Vergleich zur aktuellen Breite des Texts steuert. Sobald man die Textbreite ändert, werden sämtliche Bilder diesem Prozentsatz gemäß angepasst.

Manchmal ist es sinnvoll, ein Bild auf die gesamte Textbreite auszudehnen, zum Beispiel wegen darunter stehender Untertitel, die eben darunter, aber nicht daneben stehen sollen. Um nicht via Kontextmenü die Bildparameter umstellen zu müssen, kann man mit gedrückten [Strg+Shift]-Tasten auf das Bild klicken. Damit wird es auf die volle Breite ausgedehnt.

Volltextsuche

Sämtliche Webrecherche-Artikel, TXT-, RTF, sowie PDF-Dateien werden bei der Aufnahme in die Recherche auch gleich in die Volltext-Datenbank übernommen. Das bedeutet eine Suchmöglichkeit nach allen Begriffen im Text, exklusive rund 2000 häufiger und irrelevanter Wörter wie zum Beispiel die, der, das, ein, in, auf usw.

Diese Suche (8) kann über die Schaltfläche (9) oder [F2] eingeleitet werden. Dort Eingabe des Suchbegriffs und 2x [Enter] oder auf [finden] klicken.

Die Suche kann auf ganze Wörter eingeschränkt werden (10) (das wäre hier dann: ‚Kohle‘ aber nicht ‚Kohlehafen‘) und man kann dann im gefundenen Dokument mit den Schaltflächen (11) zwischen den Fundstellen navigieren.

(12) Zeigt an, wo zu der Fundzeile die Treffer sind: links in der Überschrift (wie hier), unten im eigentlichen Artikel oder im zu einem Artikel möglichen Infotext. Letzteres wird hauptsächlich bei Bildern bzw. andern Nicht-Text-Elementen der Fall sein.

Chronologie

Mit dem Knopf (13) kann die Spalte sichtbar gemacht werden, die das Erstellungsdatum des jeweiligen Beitrags enthält (Datum rechts neben dem Beitragstitel).

Detaillierter ist die Historie zur Nutzung der Beiträge. Hier wird chronologisch mitprotokolliert, wann ein Beitrag erstellt, geändert oder erweitert wurde.

So, nun steht der Anlage einer effizienten Bibliothek mit recherchiertem Material nichts mehr im Weg.

Es wird noch einen weiteren Artikel zum Thema Recherche geben. In dem sprechen wir dann darüber, wie man Daten in der Recherche mit Szenen, aber auch dem Kreativboard verbinden kann, um schnell aus diesen Orten heraus darauf zugreifen zu können. Aber das ist eine andere Geschichte.

Link zum Video

Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Tricks zum schnellen Schreiben

 Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkPatchwork ist nicht nur ein komplettes Paket für Autoren, sondern es wird zusätzlich viel Wert auf möglichst reibungsloses Schreiben gelegt. Demnach geht es in diesem Tutorial einmal nicht um einen speziellen Themenbereich, sondern darum, wie man möglichst reibungslos Text erfassen kann. Sie meinen: einfach schneller schreiben? Bingo!

Zehnfingerpraxis ist ein Hit. Aber darüber hinaus gibt es noch eine ganze Menge an Optimierungsmöglichkeiten – lassen Sie sich nun von ein paar davon überraschen.

Umgang mit Figuren

Figuren sind ja das A und O unserer Storys. Über sie schreiben wir primär, wir brauchen sie unentwegt. Es erleichtert daher die Effizienz des Schreibens, wenn beim Umgang mit ihnen rationeller gearbeitet werden kann.

Voraussetzung für die folgenden Ausführungen sind angelegte Figuren. Zu ihnen finden Sie Informationen in bereits bestehenden Tutorials und Clips: Video Figuren 1 und Video Figuren 2.

Sehen wir uns gemeinsam an, wie die Nutzung der Figureninformationen einfacher möglich ist:

Wir haben unsere Figuren (4) angelegt. Sichtbar mit einem lichtgrünen Rahmen wie hier im Bild (1) werden sie gemacht durch das Drücken der Schaltfläche (2). Wird auch der Knopf rechts daneben (3) aktiviert, dann holt Patchwork automatisch immer die Figur nach vorne, auf der im Text gerade der Cursor steht. Nun, das ist ja aus den beiden Figuren-Tutorials bekannt. Ab jetzt geht es mit Spezialistenwissen weiter.

Screenshot Patchwork

Navigation in den Figurendaten

Sie möchten bei der aktuellen Figur links unten den Reiter (6) ändern oder der Figur einen (weiteren) Alternativnamen verpassen oder die Figur sehen, die gerade in der Figurenliste zwei Zeilen weiter unten steht oder das Größenverhältnis Liste/untere Infos (7) ändern? Kein Problem, für was gibt es die Maus. Stimmt. Nur: Dafür müssen Sie die Hand von der Tastatur nehmen, um sie der Maus widmen zu können. Das hier geht schneller:

  1. Mit [Esc] aus dem Text in die Figurenliste springen
  2. – [Strg+Pfeil hinauf/hinunter] verändert das Größenverhältnis
    – [b] aktiviert den Reiter ‚Beschreibung‘
    – [o] aktiviert den Reiter ‚biOgrafie‘
    – [n] aktiviert den Reiter ‚Notizen‘
    – [e] aktiviert den Reiter ‚Entwicklung‘
    Wenn Sie stattdessen Großbuchstaben nehmen, dann steht der Cursor sogar in dem jeweiligen Text. Weiterhin:
    – [1] bis [7] zeigt Bild 1 bis 7
    – [K] (groß!) setzt den Cursor in das Feld ‚Kurzname‘
    – [V] (groß!) setzt den Cursor in das Feld ‚Voller Name‘
    – [A] (groß!) setzt den Cursor in das Feld ‚Alternativbezeichnung‘
    – [G] (groß!) setzt den Cursor in das Feld ‚bemerkunG‘
  3. Von überall mit [Esc] zurück in den gerade aktuellen Text im Schreibfenster, exakt zur Ausgangsposition im Text.

Beispiel 1: Sie stehen im Text und wollen von der gerade aktuellen Figur Bild2 sehen anstatt der Beschreibung? Drücken Sie: [Esc], [2], [Esc]

Beispiel 2: Sie möchten der Vita der Figur etwas hinzufügen? Drücken Sie: [Esc], [E], schreiben den gewünschten Text, dann wieder mit [Esc] in den Szenentext.

Nebenbei: Sie sollten Figuren immer sofort aktualisieren, sobald Sie im Text neue Beschreibungselemente dazu erfassen! Auf diese Weise wachsen die Figureninformationen mit – sofern Sie kein Planer sind, der die Charaktere vorher genau kennenlernt.

Figurennamen über Kürzel abrufen

Bereits ab vier Buchstaben liebe ich diese Option! Die Figur heißt Bernhard. Tippen Sie einfach #be und dann das normal darauf folgende Zeichen, meistens ein Leerzeichen, aber auch Punkt, Komma, Anführungszeichen und so weiter. Sobald sie also einen solchen Delimiter (=Abgrenzungszeichen) eingegeben haben, wird zum Beispiel ‚#be,‘ auf ‚Bernhard,‘ erweitert. Sie werden sehen, diese Funktion ist von unschätzbarem Nutzen, dazu muss ihre polnische Protagonistin nicht gleich Agnieszka-Bugoslawa Knasniewska-Brzezinski heißen, Lhakyi Chödrön genügt durchaus. Nicht nur, weil es schneller geht, es geht vor allem tippfehlerfrei.

Folgende Möglichkeiten bestehen in diesem Zusammenhang, gezeigt am Beispiel der Figur La Mamma aus dem Demoprojekt:

#la › La Mamma (Kurzname)
#la2 › Margarita della Colletto (Voller name)
#la2 › Mamma, Margarita (Alternativnamen)
#la3 › Die graue Eminenz (Bemerkung)

Für mehreren Namen mit denselben beiden ersten Buchstaben verwenden Sie ab dem zweiten Namen das Feld ‚Kürzel‘ (5): dort geben Sie einfach die zwei gewünschten alternativen Kleinbuchstaben ein.

Thesaurus

Nichts ging mir bei allen gängigen Schreibprogrammen früher mehr auf die Nerven, als für Synonyme mit der Maus im Kontextmenü herumfuhrwerken zu müssen. Deshalb gab es ja schon seit Anbeginn bei Patchwork den Thesaurus seitlich rechts. Für ihn gibt es in den Einstellungen (Hauptmenü › ‚Bearbeiten‘ › ‚Einstellungen‘ › Bereich ‚Prüfung/Thesaurus‘) drei Anwendungsmodi:

Der Standard-Modus:
Ein Klick auf den Knopf (oder [Strg+t]) holt den Thesaurus in den Vordergrund und er zeigt die Synonyme zu dem gerade markierten Wort im Text an.

Der intelligente Modus:
lässt den Thesaurus solange im Hintergrund – die Requsitenliste ist also sichtbar – bis man ein Wort markiert. Dann kommt er automatisch solange in den Vordergrund, bis nichts mehr markiert ist.

Der automatische Modus:
Gleich wie der Standard-Modus – also der Bediener entscheidet, ob der Thesaurus in Vordergrund ist – nur dass der Thesaurus immer arbeitet, sobald man mit der Maus über den Text fährt und man nicht dezidiert markieren muss.

Ich selbst verwende den automatischen Modus, womit der Thesaurus offen bleibt und automatisch bei jedem Wort seine Synonyme zum Besten gibt. Man kann ja ohnehin schnell mit [Strg+r] und [Strg+t] zwischen Szenenrequisiten und Thesaurus hin- und herschalten.

Fallbeispiel: Sie stehen bei dem Wort ‚müde‘ und blicken nach rechts zu den Synonymen. Angezeigt werden abgeschlafft, ausgelaugt, ausgepowert, ausgepumpt, entkräftet, erledigt, ermattet und 28 weitere Alternativbegriffe. Sie entscheiden sich für ‚erledigt‘.

Sie können zur Maus greifen und ‚erledigt‘ doppelklicken. Erledigt ;-)

Sie können aber auch ohne Maus arbeiten, bleiben im Text bei ‚müde‘ stehen und …

  1. [Alt]-Taste drücken und gedrückt halten
  2. Mit [Pfeil hinauf/hinunter] navigiert Patchwork nun in der Synonymliste (wenn der Thesaurus sichtbar ist). Gehen Sie zu ‚erledigt‘
  3. [Enter] ([Alt] ist immer noch gedrückt!) ersetzt ‚müde‘ im Text durch ‚erledigt‘.
  4. [Alt]-Taste loslassen

Es gibt noch einige weitere Bequemlichkeiten, aber wir wollen Ihnen die Gelegenheit geben, diese in Fleisch und Blutz zu übernehmen, bevor wir sie Ihnen verraten.

Bis dahin: Viel Spaß bei mehr Schreiben durch weniger Maus!

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Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Requisiten-Timeline

 Gastartikel von Martin Danesch

PatchworkWährend Timelines üblicherweise die zeitliche Anordnung von Szenen innerhalb einer Zeitleiste visualisieren, wird die Requisiten-Timeline aus Ereignissen der Requisiten automatisch generiert.

Mit ihr bekommt man ein klares Feedback, wie sich die Handlungen der Figuren auf dem Plan der Schauplätze abspielen und zeitlich zueinanderpassen. Auch kann man diese Vorgänge beliebigen Ereignissen gegenüberstellen, seien es Messen, Feste, Kriege, was auch immer.

Die Handhabung ist einfach.

Screenshot PatchworkWie ja bekannt ist, hat Requisit (also Figur, Schauplatz und Gegenstand) (1) im Fußbereich bis zu fünf Eingabefelder (2), in denen beliebig viel Text eingegeben werden kann. Hier hinein schreibt mann all das, was man während des Verfassens seiner Geschichte im Blick haben möchte. Dazu gehören natürlich auch Ereignisse mit ihrer zeitlichen Verankerung – was man ohnehin meistens macht. Um eine Gegenüberstellung all dieser Ereignisse zu erhalten, braucht man lediglich das jeweilige Datum zu markieren.

Die Markierung erfolgt auf bestimmte Weise: Klick vor die erste Ziffer des Datums, dann [Strg+Shift] gemeinsam drücken und gedrückt halten, mit der Maus über das gesamte Datum fahren und dann die beiden Tasten wieder loslassen. Was sich verändert hat, ist die Hintergrundfarbe des Datums: sie ist nun lichtblau (3). Da der Text, der vor/hinter diesem Datum steht, in die Timeline-Zelle übernommen wird, empfiehlt es sich, möglichst kurze Aussagen zu wählen, da man sonst die Spaltenbreite zu groß wählen müsste, um den Text gänzlich lesen zu können – was wiederum bei kleineren Monitoren zu Ungunsten der Übersicht geht.

Sobald man nun in ein anderes Eingabefeld außerhalb des gerade aktuellen klickt, generiert Patchwork für dieses Datum einen Eintrag in der Requisiten-Timeline. Dabei wird automatisch für jede Figur eine Spalte eingerichtet (4).

Die vertikale Gliederung der Timeline sind die Jahre (5). Pro Jahr wird eine Zeile generiert, gleichgültig, ob sich darin ein Ereignis befindet oder nicht. Sind in einem Jahr mehrere Ereignisse, dann werden für alle weiteren nach dem ersten eigene Unterknoten gebildet (6).

Sind mehr als 10 Jahre ohne Ereignis (die Anzahl kann man in den Einstellungen angeben: Hauptmenü > ‚Bearbeiten‘ > ‚Einstellungen‘ > Bereich ‚Timeline‘ > Max. Leerjahre (Requisiten-Timeline)), wird stattdessen eine graue Leerzeile eingefügt (7). Dieses Verbergen kann man aber in den Optionen der Requisiten-Timeline (8) ausschalten.

Wenn man umgekehrt auf eine der belegten Zellen klickt, wird dieses Ereignis in den Requisiten gesucht und angezeigt. Klickt man auf eine leere Zelle, wird auf den Bilderreiter der betroffenen Figur umgeschaltet.

Die Breite der Spalten lässt sich verändern (9).

Wie bereits gestreift, kann man nicht nur Figuren, sondern auch die beiden anderen Requisitentypen Schauplatz und Gegenstand verwenden. So könnte man die Renovierungsdauer einer Wohnung ebenso einbinden, wie Anfang und Ende eines Urlaubs. Wie lange eine bestimmte Arbeit benötigt oder den Zeitraum einer Schwangerschaft. Zu allem hat man hier eine Übersicht.

Zeitdifferenzen: ein sehr praktisches Feature ist dir Möglichkeit, sich die Differenz zwischen zwei Zeilen anzeigen zu lassen. Dafür klickt man auf eine Zeile. Sobald man dann mit der Maus auf- oder abfährt, wird im Titel der Jahresspalte in Klammern die Differenz angezeigt. Das brauche ich zum Beispiel oft, um nachzusehen, wie alt ein Protagonist war, als sich etwas Bestimmtes ereignete.

In der Werkzeugleiste (8) warten noch folgende Optionen auf den Anwender (von links nach rechts):

Timeline neu aufbauen: üblicherweise nicht nötig, da dies automatisch geschieht, wenn man in einem der Notizfenster der Requisiten geändert hat.

Szenen integrieren: Wenn aktiv, werden auch die Daten der Szenen in einer neuen Spalte ganz vorne mit eingebunden.

Alle Knoten immer geöffnet: Damit werden all die Knoten der Jahre geöffnet oder geschlossen, bei denen es mehrere Daten gibt.

Datumsspalte anzeigen: Damit kann man das genau Datum, also den Tag, ausblenden.

Datum im Text anzeigen: Sinnvoll gemeinsam mit dem vorherigen Knopf: Das Datum wird direkt in der Requisitenspalte angezeigt.

Leerjahr-Segmente doch anzeigen: Damit werden auch mehrere aktionslose Jahre angezeigt anstatt des grauen Balkens.

Spaltenübersicht zweizeilig: Wenn aktiv, wird in der zweiten Titelzeile die Bemerkung zur Figur angezeigt.

Hat man sich einmal an die Requisiten-Timeline gewöhnt, würde sich manch einer vielleicht – so wie ich – etwas amputiert vorkommen, hätte er sie mit einem Mal nicht mehr.

Link zum Video

Martin Danesch


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Patchwork-Tutorial: Recherche

 Gastartikel von Martin DaneschPatchwork

Das Sammeln und Ordnen von Informationen, die wir zum Schreiben unserer Werke benötigen, ist eine qualifizierte und umfangreiche Herausforderung.

Bei Patchwork gibt es zu diesem Thema mehrere Speicherorte:

  1. Die Szenen
    Bei jeder Szene können alle als Dateien und Links verfügbaren Informationen gespeichert werden. Diese stehen automatisch den untergeordneten Szenen ebenfalls zur Verfügung.
  2. Requisiten
    Bei Figuren, Schauplätzen und Gegenständen kann man ebenfalls Informationen in Form von Texten und Bildern abspeichern. Zudem gibt es die Möglichkeit in die beiden großen Recherchepools zu verlinken.
  3. Konzeptarbeit (Werkzeugleiste: der braune Koffer)
    Dabei handelt es sich um einen Pool, in dem man sämtliche Informationen zum aktuellen Projekt sammeln kann. Um Übersicht zu bewahren, kann man diese Informationen in beliebig viele, beliebig gestaffelte Ordner organisieren.
  4. Allgemeine Recherche (Werkzeugleiste: der blaue Koffer)
    Dieser noch bedeutend größere Pool ist von Optik und Bedienung her ident mit der Konzeptarbeit. Der Unterschied: Die Allgemeine Recherche ist projektunabhängig. Hier speichere ich zum Beispiel einfach alles, was mir über den Weg läuft und ich eventuell einmal zum Schreiben brauchen könnte.

In diesem Tutorial geht es um diese zwei großen Recherchepools ›Konzeptarbeit‹ und ›Allgemeine Recherche‹.

Screenshot PatchworkMit (1) erzeugt man neue Themenzweige (2) wie hier › Hashima‹. Diese lassen sich beliebig in die Tiefe nach rechts organisieren. Mit den drei Schaltflächen (4) kann man den Zweigen Elemente (3) hinzufügen: Texte, Bilder und beliebige Dateien. Einfacher ist es aber meistens, diese direkt mit der Maus aus dem Browser oder vom Desktop auf einen Zweig zu ziehen.

Rechts unten (5) werden die jeweiligen Daten (also Text, Bilder oder andere Dateien, die sich anzeigen lassen) dargestellt, darüber ist Platz, um Text dazu zu erfassen. Unten können Bilder der Typen jpg, png, gif und bmp direkt dargestellt werden. Weiters PDF-Dateien, mht-Dateien (gespeicherte komplette Internetseiten) und eBooks der Typen epub und mobi. So kann man die allgemeine Recherche zum Beispiel auch als eBook-Bibliothek verwenden.

Ideal ist es, wenn man für Internetlinks so vorgeht, dass man zuerst ein Bild zum Thema in den passenden Themenast zieht, um beim späteren Suchen eine schnelle optische Information zu bekommen. Dann kann man sich Textstellen aus der Seite in den oberen Textbereich (6) ziehen. Schließlich zieht man die Internetadresse aus dem Browser (9) heraus auf die Fläche oberhalb der Themenliste, wo noch der Text steht: ›Evtl. URL zu aktuellem Eintrag mit der Maus hierherziehen‹. Daraufhin verschwindet dieser Text und die Internetadresse wird eingetragen. So kann man auf einfache Weise später diesen Link wieder besuchen, hat den wichtigsten Text und ein Informationsbild als Wegweiser.

Angenehm ist es, dass man bei Bedarf das Fenster in den Vordergrund setzen kann (7), wodurch es an oberster Position sitzt. Mit (8) versteckt sich das Hauptfenster in der linken unteren Ecke des Monitors, um dem Recherchefenster Platz zu machen. Ein Klick auf den nun umgekehrten Knopf holt das Hauptfenster wieder hervor.

Neben den Schriftauszeichnungen fett, kursiv, unter- und durchgestrichen gibt es in dem Textfenster (6) noch zwei weitere Hilfen.

›Leearbsätze entfernen‹ ist immer dann praktisch, wenn man Text direkt aus dem Browser in den Textbereich gezogen hat. Dabei wird nämlich aus jedem neuen Absatz ein Leerabsatz plus Absatz. Diese Leerabsätze werden mit dieser Funktion entfernt.

›Ausgewählten Text als Titel kopieren‹ ermöglicht im Text das schnelle markieren einer kurzen Passage und das Übernehmen derselben in den Titel des Beitrags links in der Liste.

Screenshot PatchworkSämtliche Daten aus den beiden Recherchepools können mit Requisiten (1), Szenen (3) und Kreativboard-Elementen (2) verknüpft werden. Davon soll das nächste Tutorial erzählen.

Link zum Video

Martin Danesch