WriteMonkey 2.4.0 erschienen

Am ersten Dezember ist die neue Version 2.4 des Zenware-Schreibprogramms WriteMonkey erschienen. Die neue Version bietet – abgesehen von einem neuen, optisch sehr ansprechenden Anwendungs-Icon – eine ganze Reihe nützlicher Verbesserungen.

Mehrere Instanzen

Bisher war WriteMonkey strikt auf eine einzelne Instanz beschränkt. Ab dem neuen Release können Sie, sobald Sie dies in den Optionen aktivieren, mehrere WriteMonkey-Fenster gleichzeitig öffnen, um parallel an unterschiedlichen Texten arbeiten zu können. Das Sprünge-Menü wurde auch dementsprechend erweitert, so dass Sie dort über das Kontextmenü (rechte Maustaste) ein Dokument auch in einem neuen Fenster öffnen können. Damit kann man WriteMonkey auch als Ersatz für den normalen Texteditor von Windows verwenden – auch wenn man parallel mit mehreren Dateien arbeiten muss.

Jalousien

Mit dem neuen Release hat WriteMonkey sich von den winzigen Textbereichs-Begrenzungen (die ich ohnehin immer als störend ausgeblendet hatte) verabschiedet und setzt nun auf „Blinds“, also Jalousien, die links und rechts des eigentlichen Schreibbereichs als Textbegrenzung fungieren. Mit diesen Jalousien, die sich im Optionsmenü wahlweise als einfarbig oder gestreift einblenden lassen, erinnert der eigentliche Textbereich mehr an ein Blatt Papier, auf dem man schreibt. Wenn einen die Jalousien stören, kann man diese jederzeit in den Optionen (bzw. mit der Tastenkombination STRG+9) deaktivieren und zu einem einfarbigen Hintergrund zurückkehren.

Eingerückte Überschriften

In der Sprünge-Übersicht werden die Überschriften nun je nach Ebene (Überschrift 1, Überschrift 2) eingerückt. Zusätzlich sieht man an einem senkrechten Balken innerhalb des Kästchens, an welcher Stelle des Manuskripts (proportional zur Gesamtlänge) sich die jeweilige Überschrift befindet. Zusätzlich ist nun in der Übersicht der Überschriften immer der Eintrag, der am nächsten an der aktuellen Cursorposition liegt, als Vorauswahl markiert (wird also invertiert dargestellt). Mit den Cursortasten (hoch und runter) kann man schnell zwischen den den einzelnen Abschnitten hin und her wechseln.

Leichterer Zugriff auf Unterverzeichnisse

Im Sprünge-Menü kann man nun einfach auf beliebige Unterverzeichnisse des aktuellen Ordners wechseln und ebenso einfach wieder eine Ebene nach oben schalten.

Bessere Filtermöglichkeiten

Die in der letzten Version neu eingeführten Tags (z.B. roter, blauer, grüner oder gelber Stern…) können nun noch leichter gefiltert werden. So kann man nun im Filter z.B. alle Texte selektieren, die mit einem roten UND einem blauen Stern gekennezeichnet sind – ebenso einfach aber auch alle Texte, die entweder einen roten ODER einen blauen Stern haben.

Verbesserte Ersetzungen

Im neuen WriteMonkey gibt es die Möglichkeit, bei den Ersetzungen jetzt auch die Cursor-Position zu definieren. Dieses Feature ist z.B. für die Verwendung benutzerdefinierter Anführungszeichen wie der deutschen Gänsefüßchen interessant: Definiert man z.B. eine Ersetzung „“~1, wird der Cursor anschließend direkt zwischen den Gänsefüßchen platziert, so dass man sofort losschreiben kann.

Vereinfachter Aufruf Sprünge/letzte Dateien

Ab sofort kann man einfach mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen in der Statuszeile klicken, um auf die zuletzt verwendeten Dateien zugreifen zu können. Mit Linksklick auf den Dateinamen öffnet sich das Sprünge-Menü.

Schnelles Verschieben von Absätzen

Ab sofort kann man mit Alt+Hoch/Runter den aktuellen Absatz innerhalb des Textes nach oben bzw. unten verschieben.

Segmentfokus für Sätze

Der nützliche Segmentfokus wurde in der neuen Version auch auf einzelne Sätze erweitert. Das Feature befindet sich zwar noch im Experimentalstadium, ist aber sehr nützlich, um wirklich bei der Überarbeitung eines Manuskripts einzelne Sätze unter die Lupe zu nehmen, ohne dabei vom umgebenden Text abgelenkt zu werden. Mit ALT+F6 wird der Segmentfokus für den aktuellen Satz (gemäß Cursorposition) aktiviert. Zusätzlich kann man sich im normalen Modus mit ALT+F7 durch die einzelnen Sätze und mit STRG+F7 durch die einzelnen Absätze schalten. Mit F6 wählt man den markierten Bereich für den Segmentfokus aus.

Schreibschutz

Mit der Tastenkombination STRG+F9 können Sie nun für eine Datei den Schreibschutz aktivieren oder deaktivieren. Auf diese Weise können Sie wichtige Dokumente davor schützen, versehentlich überschrieben zu werden. In der Übersicht „Sprünge“ sind schreibgeschützte Dateien an einem * neben dem Dateinamen erkennbar.

Angedocktes Fenster „Sprünge“

Mit dem Maximieren-Button des Fensters „Sprünge“ kann man dieses am linken oder rechten Rand andocken. Dazu verschiebt man einfach das Fenster wahlweise an den linken oder rechten Rand – nach Klick auf „Maximieren“ wird es automatisch exakt positioniert. Mit dem Minimieren-Button schaltet man auf das alte Layout zurück.

Fazit

Man merkt, dass Iztok Stržinar seit der letzten Version 2.3.5 vor acht Monaten äußerst aktiv war. Die neuen Features sind gut durchdacht und fügen sich nahtlos in die angenehm minimalistische, aber dabei extrem leistungsfähige Schreibumgebung von WriteMonkey ein.

Download

Sie finden die neue Version von WriteMonkey im Downloadbereich unter http://writemonkey.com/download.php. Die deutsche Übersetzung für die neuen Features habe ich bereits fertiggestellt, diese kann über die offizielle Homepage unter http://writemonkey.com/__files/languages/wm_localization_de-DE_240.zip heruntergeladen werden.